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PREISE

Auf dem FILMFEST HAMBURG werden in diesem Jahr wieder zahlreiche Preise vergeben. Ausgezeichnet werden Produzent·innen, Regisseur·innen, deutsche Verleihfirmen und der filmische Nachwuchs und Persönlichkeiten, die sich um die Film- und Fernsehbranche verdient gemacht haben. Das Publikum entscheidet über den besten Film der diesjährigen Festivalausgabe.

HAMBURGER PRODUZENTENPREIS FÜR DEUTSCHE KINOPRODUKTIONEN

  • Der Hamburger Produzentenpreis für Deutsche Kinoproduktionen wird seit 2018 in der Sektion GROSSE FREIHEIT vergeben. Der/die Produzent·in des Gewinnerfilms erhält 25.000 Euro. Das Preisgeld wird von der Behörde für Kultur und Medien zur Verfügung gestellt.

 

Preisträger 2021

 

Niemand ist bei den Kälbern Produzent·innen: Jonas Weydemann, Jakob Weydemann (Weydemann Bros., Hamburg)

 

Jurybegründung

 

»Im besten Fall sind Produzentinnen und Produzenten Möglich-Macher einer eigenständigen künstlerischen Vision. Das erfordert Mut und Vertrauen. Beides haben unsere Preisträger bewiesen, indem sie einen ebenso eigenwilligen wie schonungslosen Film ermöglicht haben. Ein bedrückendes Drama aus der ostdeutschen Provinz, das Leben einer verlorenen jungen Frau zwischen zerstörerischer Ausweglosigkeit und der Sehnsucht nach Ausbruch. Wie das Leben seiner Protagonistin hinterlässt uns der Film in schwelender Unsicherheit und fordert uns heraus. Regisseurin Sabrina Sarabi und Hauptdarstellerin Saskia Rosendahl funktionieren hier in einer fast beängstigenden Symbiose, der man trotz aller Widrigkeiten beinahe widerstandslos in den Abgrund folgen möchte.«

 

Jury

Martina Haubrich, Produzentin; Julian Pörksen, Regisseur & Dramaturg; Arman T. Riahi, Regisseur & Autor (Österreich)

 

 

Bisherige Preisträger·innen

 

  • 2019 Pelikanblut Produzentin: Verena Gräfe-Höft (Junafilm)
  • 2018 Das schönste Paar Produzent·innen: Jamila Wenske und Sol Bondy (One Two Films, Berlin )

 

HAMBURGER PRODUZENTENPREIS FÜR INTERNATIONALE KINO-KOPRODUKTIONEN

Der Hamburger Produzentenpreis für Internationale Kino-Koproduktionen ist mit 25.000 Euro dotiert, die von der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg zur Verfügung gestellt und an die/den deutsche/n Koproduzent·in vergeben werden. Die/der internationale Produktionspartner·in desselben Gewinnerfilms erhält von der Hamburger Postproduktionsfirma Optical Art ein Kino-Grading im Wert von rund 15.000 Euro.

 

Preisträgerin 2021

 

Lingui Deutsche Koproduzentin Melanie Andernach (Made in Germany Filmproduktion) / Kino-Grading: pilifilms, Paris

 

Jurybegründung

 

»In der ersten Szene des Films reißt eine Frau in harter physischer Arbeit abgefahrene LKW-Reifen auseinander. Danach biegt sie den Kern dieser alten Reifen zurecht, um daraus dekorative Brennöfen zu gestalten, die sie zum Überleben verkauft. In beeindruckenden Bildern festgehalten und großartig montiert, ist diese Eröffnung programmatisch für die weitere Geschichte des Films. Die 15-jährige Tochter der Frau ist schwanger, das Ergebnis einer Vergewaltigung, und die Tochter will das Kind nicht behalten. Eine Abtreibung aber ist gegen die Landessitten und Gesetze, und nicht zuletzt gegen die religiöse Überzeugung der Mutter, die sich selbst überwinden muss, um ihrer Tochter zu helfen. Es ist ein Film, in ausgereifter kinematografischer Sprache erzählt, mit überzeugenden Leistungen in allen Gewerken, von Kamera, Schnitt, Kostüm, Sound Design und Produktions-Design, die alle im Dienst der Geschichte stehen. Er zeigt uns eine Welt, in der die Solidarität unter Frauen Bewegung nach vorne bringt, uns Zuschauer·innen Mut macht, dass selbst in Situationen, die ausweglos scheinen, alte Mäntel abgeworfen und neue Wege in eine bessere Zukunft bestritten werden können.« 

 

Der Fremde (Regie: Ameer Fakher Eldin, Deutsche Koproduzentin: Dorothe Beinemeier, Red Balloon Film) Lobende Erwähnung

 

Jury

 

Andrew Bird, Filmeditor; Mohammad Reza Jahanpanah, Kameramann & Produzent (Iran); Marie Luise Schmidt, Agentin

 

 

Bisherige Preisträger·innen

 

  • 2019 You Will Die at Twenty Deutscher Koproduzent: Michael Henrichs (Die Gesellschaft DGS) / Kino-Grading: Andolfi, Paris
    2018 Sibel Deutscher Koproduzent: Michael Eckelt (Riva Film, Hamburg) / Kino-Grading: Les Films du Tambour, Paris
    2017 Arrythmia Deutscher Koproduzent: Eva Blondiau (Color of May, Berlin/Hamburg) / Kino-Grading: Mars Media Entertainment, Moskau
    2016 Scarred Hearts Deutscher Koproduzent: Janine Jackowski, Jonas Dornbach, Maren Ade (Komplizen Film, Berlin) / Kino-Grading: Hi Film Productions, Bukarest
    2015 One Floor Below Deutscher Koproduzent: Christine Haupt, Alexander Ris (Neue Mediopolis Filmproduktion, Leipzig) / Kino-Grading: Multi Media Est, Bukarest
    2014 Welcome to Karastan Deutscher Koproduzent: Daniel Zuta (Brandstorm Entertainment, Frankfurt a.M.) / Kino-Grading: 20 Stept Production, Tiflis

HAMBURGER PRODUZENTENPREIS FÜR DEUTSCHE FERNSEHPRODUKTIONEN

Der Hamburger Produzentenpreis für Deutsche Fernsehproduktionen wird in der TV-Sektion TELEVISIONEN vergeben. Der/die Produzent*in des Gewinnerfilms erhält 25.000 Euro. Das Preisgeld wird seit 2014 von der VFF, Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten gestiftet. Neu in diesem Jahr ist ein Sonderpreis für serielle Formate. Das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro wird ebenfalls von der VFF zur Verfügung gestellt.

 

Preisträger 2021

 

Schlaflos in Portugal Produzent: Jürgen Schuster (Fandango Film, Köln)

 

Jurybegründung

 

»Schlaflos in Portugal kommt federleicht und anspielungsreich daher. Das Setting, ein Ferienhaus mit Pool und traumhaften Blick über die Algarve Küste, könnte schlichten Fernseheskapismus erwarten lassen. Aber so ist Schlaflos in Portugal nicht. Der Film in der genauen Inszenierung von Florian Froschmayer lotet das weite Feld der Liebe auf überraschende, tiefgründige und lebenskluge Weise aus. Zudem ist er Dank der brillanten, schlagfertigen Dialoge und des immer wieder überraschenden Drehbuchs von Sathyan Ramesh unterhaltsam. Der Film nimmt sich die Zeit, zwei erwachsenen Menschen, großartig gespielt von Ulrike Tscharre und Oliver Mommsen, dabei zuzuschauen, wie sie sich nach und nach mit anderen Augen anschauen. Wir sehen dabei zu, wie aus Freundschaft Liebe wird. Eine unmögliche Liebe, denn zu Hause warten der Ehemann und die Ehefrau. Das Drehbuch bereitet dem exzellenten Schauspielensemble, neben den beiden genannten auch Melika Foroutan und Barry Atsma – ein weites Feld. Die Liebesgeschichte mündet in einem grandiosen dritten Akt, in der alle Protagonisten aufeinandertreffen, und den schönsten, widersprüchlichsten und überraschenden Erkenntnissen über das Leben und die Liebe. Der Film wurde in Coronazeiten unter schwierigen Bedingungen und mit hohem produzentischem Risiko gedreht. Und dem Produzenten haben wir – wie wir gehört haben – den einzigen Kuss zu verdanken, der zwischen den Neu-Verliebten getauscht wird. Vielen Dank für diesen Kuss und für das Vertrauen der Macher und der Redaktion (Christoph Pellander und Katja Kirchen von der Degeto) in das Genre Liebesfilm, das hier at its best erfüllt wurde. Herzlichen Glückwunsch an den Produzenten Jürgen Schuster und Producerin Julia Röskau von der Fandango Film!« 

 

Warten auf’n Bus Produzenten: Ulf Israel, Reik Möller (Senator Film, Berlin) / Sonderpreis serielle Formate

 

Jurybegründung

 

»Wir haben uns für Warten auf’n Bus entschieden, weil die Serie so pur daherkommt, als würde man durch ein Brennglas Menschen beim Menscheln beobachten. Eine vermeintlich simple Setzung, die sich zu einem wahrhaftigen Kosmos von lebensnahen Lebensphilosophien entfaltet, in dem die Akteure ihre Konflikte immer auf Augenhöhe mit sich und mit dem Zuschauer verhandeln und leben. Der zärtliche Blick auf die Figuren, wunderbar inszeniert von Fabian Möhrke, erreicht und berührt uns. Über die menschliche Komponente hinaus erfahren wir zudem viel über die jeweils spezifische DDR-Vergangenheit der Figuren ohne einen didaktischen Bildungsauftrag dahinter. Die Serie bietet damit einem Thema eine Bühne, welches im deutschen Fernsehen zuweilen unterrepräsentiert ist. Bei dem Konzept von Warten auf’n Bus gibt es keine Möglichkeit sich zu verstecken – das Setting ist pur und nackt und dadurch radikal und mutig. Hier schaffen die Produzenten Ulf Israel und Reik Möller einen Raum, eine Bühne für ein Kammerspiel der Extraklasse, in dem die wunderbaren Schauspieler um Ronald Zehrfeld, Felix Kramer und Jördis Triebel zu Höchstform laufen. Die klugen, spannenden, witzigen und auch wahrhaftigen Dialoge von Sophie Decker und Oliver Bukowski lassen den Zuschauer mitfühlen, mitfiebern und mitstreiten. Tiefgründige Themen kommen so leichtfüßig daher wie eine „erfrischende Briese im Hochsommer – gemischt mit einem Hauch Dieselgeruch“. Wir schauen nicht nur zu, wir denken, fühlen, streiten mit und wollen immer mehr über die Figuren und deren Sorgen und Träume erfahren. Man will weiterschauen – und unbedingtes Muss für ein serielles Format.«

 

Jury

 

Lisa Blumenberg, Produzetin; Luise Wolfram, Schauspielerin; Max Zähle, Regisseur

 

Bisherige Preisträger·innen

 

  • 2018 Aufbruch in die Freiheit Produzentin: Heike Wiehle-Timm (Relevant Film GmbH Hamburg)               
  • 2017 Meine fremde Freundin Regie: Stefan Krohmer. Produzenten: Hubertus Meyer-Burckhardt und Christoph Bicker (Polyphon Film- und Fernsehgesellschaft Hamburg)           
  • 2016 Apropos Glück Regie: Ulrike Grote. Produzentin: Heike Wiehle-Timm (Relevant Film GmbH Hamburg)
  • 2015 Frauen Regie: Jan Ruzicka. Produzentin: Brit Possardt (Calypso Entertainment GmbH)
  • 2014 Polizeiruf 110: Familiensache Regie: Eoin Moore. Produzentin: Iris Kiefer (filmpool fiction)
  • 2013 Der TV-Produzenten-Preis wurde nicht vergeben.
  • 2012 Mörderische Jagd Regie: Markus Imboden. Produzentin: Claudia Schröder (Aspekt Telefilm-Produktion GmbH)
  • 2011 Tödlicher Rausch Regie: Johannes Fabrick. Produzent: Ulrich Aselmann (d.i.e. film GmbH)
  • 2010 Etwas Besseres als den Tod Regie: Nicole Weegmann. Produzenten: Ralph Schwingel und Stefan Schubert (Wüste Film)
  • 2009 Mörder auf Amrum Regie: Markus Imboden. Produzentin: Claudia Schröder (Bremedia Filmproduktion GmbH)
  • 2008 Machen wir’s auf Finnisch Regie: Marco Petry. Produzentin: Astrid Kahmke (Bavaria Fernsehproduktion)
  • 2007 Kuckuckszeit Regie: Johannes Fabrick. Produzentin: Babette Schröder (magnolia Filmproduktion)
  • 2006 Ich wollte nicht töten Regie: Dagmar Hirtz (2006). Produzent*innen: Gloria Burkert und Andreas Bareiss (BurkertBareiss)

DER POLITISCHE FILM DER FRIEDRICH-EBERT-STIFTUNG

Die Friedrich-Ebert-Stiftung zeichnet seit 2013 gesellschaftlich engagiertes Kino aus. Dokumentar- und Spielfilme in der Sektion »Veto!« konkurrieren um das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro. Prämiert wird die beste Regiearbeit.

 

Preisträgerin 2021

 

La Civil Regie: Teodora Ana Mihai

 

Jurybegründung

 

»Mit La Civil bietet Regisseurin Teodora Ana Mihai einen packenden, die kinematografischen Mittel geschickt und gekonnt nutzenden Film über eine Entführung, Ungerechtigkeit, Korruption und Gewalt. Der Film erzählt die Geschichte von Cielo, einer Mutter in Mexiko, die ihre von einem Kartell entführte Tochter auf eigene Faust sucht und dabei auf erschreckende Weise das Ausmaß einer von kriminellen Strukturen durchzogenen Gesellschaft erfährt. La Civil hat mit seiner Darstellung von Zivilcourage eine starke und universelle politische Botschaft. Der Film zeigt zudem eine individuelle, weibliche Selbstermächtigung in einer patriarchal geprägten Gesellschaft und zeichnet darüber hinaus ein Schreckensbild eines Landes, in dem das staatliche Machtmonopol und das Vertrauen in Autoritäten erodiert ist und in Folge Chaos, Gewalt und Willkür jederzeit in das Leben treten können. Regisseurin Teodora Ana Mihai zeigt in ihrem ersten Spielfilm ein beeindruckendes Gespür für den Einsatz cineastischer Stilmittel: Der plötzliche Kontrollverlust nach der Entführung der Tochter sowie die Darstellung roher Gewalt und ihrer Folgen wird durch die geschickte optische Nutzung der Tiefenschärfe dargestellt, während die Kamera in gekonnter Weise durch lange mitreißende Plansequenzen immer nah dran an der Protagonistin bleibt. Die eindrucksvollen Landschaftsaufnahmen und Stadtbilder überzeugen in Gestaltung und Farbgebung und heben Zeit und Raum auf. Der Plot bleibt lange offen, der Film stets spannend. Das elliptische Erzählen erzeugt einen Sog und treibt die Geschichte voran. Beklemmende, spannende Szenen wechseln gekonnt mit ruhigen, nachdenklichen Momenten ab. Die Charaktere entwickeln sich glaubhaft und zeigen eine realistische Vielschichtigkeit. Insbesondere Hauptdarstellerin Arcelia Ramirez trägt den Film mit ihrer virtuos dargestellten Verzweiflung und zugleich ihrem schier unbezwingbaren Kampfes- und Durchsetzungswillen. La Civil ist ein starker Debütfilm einer Regisseurin mit großem Gespür fürs Filmemachen und für politisch brisante Themen. Aus diesen Gründen hat sich die Jury entschieden, Teodora Ana Mihai 2021 mit dem Preis Der politische Film der Friedrich-Ebert-Stiftung in der Sektion »Veto!« für die beste Regiearbeit auszuzeichnen.«

 

Jury

Didi Danquart, Regisseur; Marco Arellano Gomes, Journalist; Caroline Mutz, Redakteurin

 

 

Bisherige Preisträger*innen

ART CINEMA AWARD

Seit 2008 wird der Art Cinema Award des internationalen Verbands der Filmkunsttheater (CICAE) auch bei FILMFEST HAMBURG vergeben. Nominiert sind alle Filme, die einen deutschen Verleih haben. Das große Netzwerk des Verbands unterstützt die Distribution des Gewinnerfilms europaweit. Die MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein begleitet den Preis mit einer Summe von 5.000 Euro und fördert damit PR-Maßnahmen des deutschen Verleihs.

 

Preisträger 2021

 

Wo in Paris die Sonne aufgeht Regie: Jacques Audiard

 

Jurybegründung

 

»Die 12 nominierten Filme des Art Cinema Award der 29. Ausgabe von Filmfest Hamburg boten uns ein reiches und vielfältiges Panorama des zeitgenössischen Kinos. Die Wahl des Preisträgers war eine schwierige Entscheidung, nach reiflicher Überlegung sind wir der Meinung, dass Wo in Paris die Sonne aufgeht der aufgrund seines künstlerischen Wertes und seines publikumswirksamen Potenzials herausragt. Wo in Paris die Sonne aufgeht des französischen Regie-Veteranen Jacques Audiard zeigt Geschichten von Liebe und Einsamkeit, die sich vor der Kulisse der hoch aufragenden Wohnhäuser des 13. Arrondissements von Paris abspielen. Vier Figuren Anfang 30, die das multikulturelle und multiethnische Gefüge der heutigen Großstädte widerspiegeln, ver- und entlieben sich auf der Suche nach Sinn. Die scheinbare Strenge der Schwarz-Weiß-Fotografie sorgt für ein perfektes Gleichgewicht zwischen der Sexyness und der Verspieltheit der Handlung und der Dialoge. Das Drehbuch wirkt natürlich und hat einen guten Rhythmus, was höchstwahrscheinlich das Ergebnis der Zusammenarbeit von Jacques Audiard mit Léa Mysius und Céline Sciamma ist. Die Schauspieler sind perfekt besetzt und, mit Ausnahme von Noémie Merlant, recht unbekannt, was dem Film Frische verleiht. Dieser Eindruck wird durch den modernen Soundtrack noch verstärkt. All dies, zusammen mit dem Prestige von Jacques Audiard, ergibt einen Cocktail, der Menschen in der ganzen Welt ansprechen wird, insbesondere junge Erwachsene. Glücklicherweise sind bereits viele nationale Verleiher auf den Film auf den Film aufmerksam geworden und er wird bald für die Programmgestaltung zur Verfügung stehen. Wir sind überzeugt, dass Wo in Paris die Sonne aufgeht in den Programmkinos erfolgreich laufen wird und gratulieren dem Regisseur und seinem Team zu diesem wunderschönen, frischen Film.«

 

Jury

 

Ioana Dragomirescu, Koordinatorin des Cinema Elvire Popesc, Bukarest; Tanja Helm, Geschäftsführerin des Otto Preminger Instituts, Innsbruck; Benedikt Possberg, ZOOM Kinos, Brühl

 

Bisherige Preisträger·innen

 

SICHTWECHSEL FILMPREIS

Der Sichtwechsel Filmpreis zeichnet Regisseur·innen aus, die über nationale und kulturelle Grenzen hinweg in anderen Ländern arbeiten und Filme realisieren. Berücksichtigt werden dabei sowohl Filmemacher·innen, die ihr Heimatland unfreiwillig verlassen mussten, als auch Filmschaffende, die aus künstlerischen oder privaten Gründen Filme außerhalb ihrer Heimat drehen. Der Preis ist mit 10.000 EUR dotiert.

 

Preisträger 2021

 

Olga Regie: Elie Grappe

 

Jurybegründung

 

»Wie fühlt es sich an, wenn man aufgrund schwerwiegender politischer Probleme gezwungen ist, seine Heimat zu verlassen und in ein Land zu ziehen, das Freiheit und Erfolg verspricht, aber die Seele und der Geist ständig mit dem Schmerz der Familie und der Freunde beschäftigt sind? Elie Grappes Olga thematisiert diesen Konflikt auf wunderbare Weise. Zart und unprätentiös, getragen von Nastya Budiashkinas brillantem Schauspiel, schildert der Film Olgas innere Zerrissenheit und erforscht den Wunsch einer jungen ukrainischen Generation nach Bewegung und Veränderung.«

 

Jury

 

Shirin Barghnavard, Regisseurin, Iran; Sabine Böbbis, Kostümbildnerin, Paulina Lorenz, Produzentin

 

 

Bisherige Gewinner·innen

 

NDR NACHWUCHSPREIS

Mit dem NDR Nachwuchspreis zeichnet der Norddeutsche Rundfunk seit 2012 Filmschaffende aus, die bei FILMFEST HAMBURG ihr Langfilmdebüt oder ihre zweite Regiearbeit zeigen. Der NDR Nachwuchspreis ist mit 5.000 Euro dotiert und löst den seit 2008 jährlich vergebenen Preis Die Elfe ab.

 

Preisträgerin 2021

 

Hive Regie: Blerta Basholli 

 

Jurybegründung

 

»Ein Portrait einer starken Frau, sinnlich eingefasst, das Licht auf ein dunkles Kapitel der jüngeren europäischen Geschichte wirft. Das klare Statement einer talentierten Filmemacherin, so subtil wie mutig.«

 

Jury

 

Ofir Raoul Graizer, Regisseur & Autor; Philine Rosenberg, Redakteurin; Lysann Windisch, Programmleiterin & Managerin 

 

 

Bisherige Preisträger*innen

 

PREIS DER FILMKRITIK

Filmkritiker·innen und Kulturredakteur·innen von deutschen Nachrichtenmagazinen, Onlinemedien, Radiosendern und Tageszeitungen vergeben den Preis an einen Film aus dem Programm, der sich durch eine originelle Sichtweise auszeichnet. Der undotierte Preis der Filmkritik löst den seit 2004 vergebenen Preis der Hamburger Filmkritik ab und wird in Kooperation mit dem Verband der deutschen Filmkritik vergeben.

 

Preisträger 2021

 

Vortex Regie: Gaspar Noé

 

Jurybegründung

 

»Mit großer Sensibilität und beinahe dokumentarischer Wahrhaftigkeit erzählt Gaspar Noé in Vortex von einem alten Ehepaar am Ende seines Lebens. Sie (die große Francoise Lebrun) ist dement, er (der große Dario Argento) herzkrank, dennoch wollen sie gemeinsam in ihrer Wohnung bleiben, die ein Abbild ihrer Vergangenheit ist. Um sowohl die unzertrennliche Gemeinschaft des Paares als auch ihre Entfremdung durch die Krankheiten zu schildern, verwendet Noé beinahe durchgängig einen Splitscreen – ein ebenso gewagtes wie starkes ästhetisches Mittel, das zeigt, was Kino sein kann. Vortex fordert uns inhaltlich wie ästhetisch heraus. Dafür danken wir Gaspar Noé.«

 

Jury

 

Yun-Hua Chen, Film International; Karin Franzke, Hamburger Abendblatt; Wenke Husmann, ZEIT online; Danny Marques, NDR 90,3; Christoph Petersen, Filmstarts.de; Hanns-Georg Rodek, Die Welt; Philipp Stadelmaier, Süddeutsche Zeitung

 

 

Bisherige Preisträger*innen

 

COMMERZBANK PUBLIKUMSPREIS

Der Commerzbank Publikumspreis zeichnet den besten Film des Festivals aus. Ausnahme sind die Filme der TV-Sektion und des MICHEL Filmfests. Das Preisgeld beträgt 5.000 Euro und wird seit 2015 von der Commerzbank gestiftet. Die Zuschauer*innen entscheiden per Stimmzettel, welcher Film als Siegerfilm prämiert wird.

 

Preisträger 2021

 

Little Palastine, Diary of a Siege Regie: Abdallah Al-Khatib

 

 

Bisherige Preisträger*innen

 

MICHEL FILMPREIS

Der Filmpreis der Kinder- und Jugendsektion wird seit 2003 vergeben. Zunächst als Emil, seit 2004 als MICHEL Filmpreis. Preistifter ist seit 2021 die Körber Stiftung Hamburg, die den Preis in Höhe von 5.000 EUR zur Verfügung stellt. Eine Kinder- und Jugendjury wählt unter allen gezeigten Filmen des internationalen Wettbewerbs ihren Favoriten.

 

Preisträgerin 2021

 

Ich, Gorilla und der Affenstern Regie: Linda Hambäck

 

Jurybegründung

 

»In den letzten fünf Tagen haben wir viele unterschiedliche Filme gesehen. Wir haben viel über die Filme diskutiert, sie analysiert und kritisiert. Dabei war es am Ende bei so vielen unterschiedlichen und sehenswerten Filmen gar nicht leicht, eine Entscheidung zu treffen. Dennoch hat uns ein Film ganz besonders berührt, zum Nachdenken angeregt und zum Lachen gebracht. Der Film hat ein tolles Thema: Es geht darum, dass Familie das ist, was du daraus macht – egal ob es deine leiblichen Eltern sind oder nicht. Diese wichtige Botschaft wurde durch tolle Animationen und verspielte Details transportiert. Deswegen freuen wir uns euch den Gewinnerfilm des MICHEL Kinder und Jugendfilmfest 2021 zu verkünden: Ich, Gorilla und der Affenstern von Linda Hambäck!«

 

 

Bisherige Preisträger·innen

 

Förderer und Hauptpartner