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Douglas Sirk Preis

Seit 1995 wird der Douglas Sirk Preis bei FilmFest Hamburg an Persönlichkeiten vergeben, die einen besonderen Beitrag zur Filmkultur und zur Filmindustrie geleistet haben. Preisträgerin 2026 ist Helen Mirren

Preisverleihung
DI 29.09.2026
CinemaxX 1
vor dem Screening von
Ein Talent fürs Morden

Der Douglas Sirk Preis geht in diesem Jahr an die britische Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Helen Mirren. Seit mehr als sechs Jahrzehnten prägt Helen Mirren Theater, Film und Fernsehen. Ihre Karriere führte sie von der Royal Shakespeare Company über das britische Fernsehen bis nach Hollywood. Zu ihren bekanntesten Rollen zählt die Ermittlerin Jane Tennison in der ITV-Serie Prime Suspect, die Mirren von 1991 bis 2006 spielte und mit der sie das Bild weiblicher Figuren im Krimigenre nachhaltig mitprägte. Den endgültigen internationalen Durchbruch brachte ihr Stephen Frears’ The Queen (2006). Für ihre Darstellung von Elizabeth II. wurde Mirren mit dem Oscar als Beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Statt einer bloßen Imitation schuf sie das vielschichtige Porträt einer Frau zwischen öffentlicher Rolle, persönlicher Verletzlichkeit und strenger Selbstdisziplin. Zu ihren zahlreichen weiteren Filmen zählen Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber (1989), Gosford Park (2001), Kalender Girls (2002), R.E.D. – Älter, härter, besser (2010), Die Frau in Gold (2014) The Good Liar – Das alte Böse (2019) und The Duke (2020). Zwischen Shakespeare und Hollywood, Autorenkino und Blockbuster steht Helen Mirrens Karriere für Wandelbarkeit, Unabhängigkeit und die Lust an Figuren, die sich einfachen Zuschreibungen entziehen. Auch jenseits der Leinwand setzt sie sich für die Sichtbarkeit und Anerkennung von Frauen ein.

Bisherige Preisträger*innen

Jean-Pierre & Luc Dardenne (2025)
Andrea Arnold (2024)
Jacques Audiard (2024)
Sandra Hüller (2023)
Leos Carax (2021)
Nina Hoss (2019)
Jafar Panahi (2018)
Wim Wenders (2017)

Catherine Deneuve (2015)
Fatih Akin (2014),
Tilda Swinton (2013)
Kim Ki-duk (2012)
Andreas Dresen, Peter Rommel (2011)

Julian Schnabel (2010)

Atom Egoyan (2008)

David Cronenberg (2007)
Gérard Depardieu (2006)
Zentropa (2005)
François Ozon (2004)
Isabelle Huppert (2003)
Aki Kaurismäki (2002)
Majid Majidi (2001)
Wong Kar-Wai (2000)
Jim Jarmusch (1999)
Peter Weir (1998)
Jodie Foster (1997)
Stephen Frears (1996)
Clint Eastwood (1995)

Der Namensgeber des Preises ist Douglas Sirk, der als Hans Detlef Sierck in Hamburg geboren wurde. Er wanderte 1937 in die USA aus und versuchte zunächst sein Glück als Drehbuchautor in Hollywood. Mit dem Melodrama Summer Storm feierte Sirk seinen ersten Erfolg als Regisseur. In den folgenden Jahren drehte er weitere Filme wie Written on the Wind, A Time to Love and a Time to Die und Imitation of Life.