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Antworten auf den Zustand der Welt

Aktuelle Arbeiten international renommierter Regisseur*innen, preisgekrönte Festivalfilme und neue Stimmen: FilmFest Hamburg zeigt vom 24. September bis 3. Oktober 2026 114 Filme aus 64 Ländern in zehn Sektionen. Eröffnet wird das Festival mit The Idiot(s) von Małgorzata Szumowska und Michał Englert, Abschlussfilm ist Ha-Chan, Shake Your Booty! von Josef Kubota Wladyka. Am 3. Oktober lädt FilmFest Hamburg erneut zum »Tag des freien Eintritts« ein. Die Oscar-Preisträgerin Helen Mirren wird mit dem Douglas Sirk Preis geehrt, Małgorzata Szumowska und Lukas Dhont sind die diesjährigen Filmmaker in Focus. Weitere internationale und nationale Festivalgäste sind unter anderem Cristian Mungiu, Andrey Zvyagintsev, Martin McDonagh, Wim Wenders, Petra Volpe und Emily Atef. Internationale Produzent*innen, Verleiher*innen, Weltvertriebe und weitere Branchenvertreter*innen treffen sich außerdem vom 28. September bis 1. Oktober bei den FilmFest Hamburg Industry Days.

 

Mit Blick auf die gesellschaftliche Gegenwart verdichten sich im diesjährigen Programm drei Motive, die viele Filme miteinander verbinden: Freiheit, Verbundenheit und Neuanfang. Sie greifen Fragen auf, die politisch wie persönlich verhandelt werden: in Gesellschaften unter Druck, in Familien und Freundschaften und in Lebenssituationen, in denen Veränderungen notwendig werden.

Freiheit ist in vielen der ausgewählten Filme kein gegebener Zustand, sondern etwas, das gesucht, verteidigt, ausprobiert und manchmal auch ausgehalten werden muss.

 

In der Weltpremiere Kinder der Sonne (Große Freiheit) von Leonie Krippendorff wagen vier junge Menschen, unter anderem gespielt von Lena Urzendowsky und Jella Haase, das Experiment eines radikal freien Lebens und müssen herausfinden, wie viel Freiheit eine Gemeinschaft aushält. In DIE ANDERE SEITE (Große Freiheit) von Mariko Minoguchi bricht Nina Hoss als aus der Gesellschaft ausgeschlossene Ärztin in die Einsamkeit der Berge und schließlich in Richtung eines anderen Lebens auf. Für den Dokumentarfilm Gabin (Voilà!) hat Maxence Voiseux seinen Protagonisten über zehn Jahre begleitet: Gabin soll eines Tages die Metzgerei seiner Familie übernehmen, liebt aber Tiere und träumt von einem anderen Leben. Politisch wird die Frage nach Freiheit in Rehearsals for a Revolution – Fragmente der Freiheit (Veto!) von Pegah Ahangarani aufgegriffen. Aus persönlichen und kollektiven Erinnerungen entsteht ein Panorama von vier Jahrzehnten iranischer Geschichte, getragen von der immer wiederkehrenden Hoffnung auf Freiheit. Jens Meurer porträtiert in Biermann (Große Freiheit) den Künstler und Dissidenten Wolf Biermann und zeichnet mit seltenen historischen Film- und Musikaufnahmen ein Leben zwischen Widerstand und Exil im eigenen Land. In A Life, A Manifesto (Veto!) rekonstruiert Jean-Gabriel Périot das Leben der Filmkritikerin, Filmemacherin und Aktivistin Michèle Firk und verbindet Filmgeschichte mit politischem Engagement. Von kollektivem Widerstand erzählen Everybody to Kenmure Street (Veto!) von Felipe Bustos Sierra, in dem sich eine Nachbarschaft in Glasgow gegen die Abschiebung zweier Bewohner stellt, und Strawberries (Veto!) von Laïla Marrakchi über marokkanische Saisonarbeiterinnen in Andalusien. Monika Treut richtet in Cooking Up Democracy (Hamburger Premieren) den Blick auf demokratische Praxis und Zivilgesellschaft in Taiwan. In Until the Day Ends (Veto!) von Jelena Maksimović treffen während einer Protestnacht in Belgrad politischer Aufruhr und persönlicher Ausbruchswunsch aufeinander. Auch You Know Me, Now Forget It (Vitrina) von Denise Vieira erzählt von Selbstbestimmung und einem Rückzugsort für Frauen, die sich moralischer Kontrolle entziehen. In Das Mädchen mit der Leica (Kaleidoscope)von Alina Marazzi wird die Kamera für die Fotojournalistin Gerda Taro zum Instrument politischen Widerstands.

 

Verbundenheit erscheint weniger als harmonischer Zustand, denn als etwas, das gesucht, verloren, wiederhergestellt oder neu erfunden wird.

 

In der Weltpremiere Call Me Queen (Kaleidsocope) von Emily Atef wird die Freundschaft zwischen einer alleinerziehenden Mutter im Nairobi der 1990er-Jahre und einer irischen Journalistin zum Ausgangspunkt für Solidarität. Petra Volpe erzählt in Frank & Louis (Transatlantic) von zwei Männern, die sich in einem US-amerikanischen Gefängnis begegnen und über Fürsorge eine unerwartete Nähe entwickeln. In Worte der Liebe (Voilà) von Rudi Rosenberg machen sich eine Mutter und ihre Tochter gemeinsam auf die Suche nach einem verschwundenen Vater und kommen sich dabei selbst näher. Hirokazu Kore-eda erzählt in Look Back (Asiascope) von Freundschaft und künstlerischer Verbundenheit und davon, wie sehr ein anderer Mensch das eigene Leben prägen kann. Ich sehe was, was ihr nicht seht (Große Freiheit) von Alisa Kolosova handelt von zwei Frauen, die nach dem Tod ihrer besten Freundin Verantwortung für deren Tochter übernehmen und dabei auch ihre eigene Beziehung neu bestimmen müssen. Hearing (Asiascope) von Lê Bảo kreist um familiäre Distanz und verlorene Verbindungen. In Ramón Vázquez von Gustavo Fontán (Vitrina) findet ein arbeitsloser Mann unter Menschen am gesellschaftlichen Rand eine neue Gemeinschaft. Clarissa (Kaleidoscope) von Arie Esiri und Chuko Esiri verlegt Virginia Woolfs »Mrs. Dalloway« in das heutige Lagos und blickt auf Freundschaften, alte Beziehungen und verdrängte Sehnsüchte. Der Dokumentarfilm The Cycle of Love (Kaleidoscope) von Orlando von Einsiedel erzählt eine reale Liebesgeschichte über Kontinente hinweg.

Ein Neuanfang setzt häufig dort ein, wo der bisherige Lebensentwurf nicht mehr trägt.

 

Rachel Rose erzählt in The Last Day (Transatlantic) von einem New Yorker Sommertag und der Frage, ob es irgendwann zu spät sein kann, noch einmal neu anzufangen. In Club Kid (Transatlantic), dem Regiedebüt von Jordan Firstman, wird ein Partykönig des New Yorker Nachtlebens plötzlich zum Vollzeitvater und muss sein bisheriges Leben neu erfinden. Alex Camilleri schickt in Zejtune (Kaleidoscope) eine junge Frau auf eine Reise durch Malta: Eigentlich will sie die Insel verlassen, doch unterwegs verändert sich ihr Blick auf Heimat und Herkunft. In Butterfly – Rückkehr nach Gran Canaria (Kaleidoscope) von Itonje Søimer Guttormsen kehren zwei entfremdete Schwestern nach dem Tod ihrer Mutter an den Ort ihrer Kindheit zurück. In Pınar Yorgancıoğlus Those Who Whistle After Dark (Hamburger Premieren) geraten die festgefahrenen Lebensentwürfe einer Familie wieder in Bewegung.

 

Preisgekrönte Produktionen und weitere Highlights

Mehrere preisgekrönte Filme feiern ihre Deutschlandpremieren in Hamburg. Cristian Mungiu gewann mit Fjord (Kaleidoscope) 2026 die Goldene Palme in Cannes. Das Drama mit Sebastian Stan und Renate Reinsve in den Hauptrollen erzählt von einer rumänischen Familie, deren Neuanfang in Norwegen eine grundsätzliche Frage aufwirft: Wo endet gesellschaftliche Toleranz, wo beginnt staatliche Einmischung? Nach fast einem Jahrzehnt kehrt Andrey Zvyagintsev mit Minotaurus auf die Leinwand zurück. Sein Thriller über Macht, Korruption und das heutige Russland wurde in Cannes mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet. Javier Ambrossi und Javier Calvo erhielten dort für La bola negra (Vitrina) den Regiepreis. Ihr Film verbindet drei Schicksale über fast ein Jahrhundert zu einem Liebes- und Geschichtsepos. Das Spielfilmdebüt La Gradiva (Voilà!) ader französischen Kamerafrau Marine Atlan gewann den Hauptpreis der Semaine de la Critique. Die Coming-of-Age-Geschichte begleitet eine französische Schulklasse auf Exkursion nach Pompeji. Mit dem Jury Prize in der Sektion Un Certain Regard wurde Elefanten im Nebel (Asiascope)von Abinash Bikram Shah ausgezeichnet. Der Debütfilm folgt einer Transgender-Community in einem abgelegenen nepalesischen Dorf. Der Animationsfilm Iron Boy (Voilà!) von Louis Clichy gewann den Special Jury Prize in dieser Sektion. Im Mittelpunkt steht ein elfjähriger Junge, der durch ein Eisenkorsett neue Freiheit und die Liebe zur Musik entdeckt.

 

Neben den Preisträgerfilmen stehen weitere Arbeiten renommierter Regisseur*innen auf dem Programm. Martin McDonagh stellt Wild Horse Nine (Transatlantic), eine schwarze Komödie mit John Malkovich, Sam Rockwell und Steve Buscemi, persönlich in Hamburg vor. Kurz vor dem Militärputsch geraten zwei CIA-Agenten auf der Osterinsel in ein Netz aus Vergangenheit und Verschwörung. Éric Toledano und Olivier Nakache erzählen in Nur geträumt (Voilà!) von Familie, Erinnerung und jüdischer Identität. Das Regieduo stellt seinen Film in Hamburg vor und spricht bei der Explorer Konferenz über die Kunst, Geschichten für ein Millionenpublikum zu erzählen. Danny Boyle blickt mit INK (Kaleidoscope) zurück ins Jahr 1969 und auf den Beginn einer Medienrevolution. Der Film eröffnete das diesjährige Festival in Venedig. Aus Asien kommen unter anderem Nowhere to Lay My Eyes von Hong Sangsoo (Asiascope), bei dem ein Familientreffen auf Jejudo alte Spannungen offenlegt. Kiyoshi Kurosawa verbindet in The Samurai and the Prisoner (Asiascope) Samuraifilm und Whodunit zu einem Kammerspiel um Verbrechen in einem belagerten Schloss. Lav Diaz verknüpft in Let Us Through, Dear Ancestors (Asiascope) Kolonialgeschichte und Familienkonflikte auf einer philippinischen Insel im Jahr 1617. Lee Chang-dong legt in Possible Love (Asiascope) beim Aufeinandertreffen zweier Familien Klassenunterschiede und geheime Begierden frei. Sara Ishaq erzählt in The Station (Kaleidoscope) vom Überlebenskampf jemenitischer Frauen, Manuela Martelli setzt sich in The Meltdown (Vitrina) mit

Chile nach dem Ende der Pinochet-Diktatur auseinander. Hinzu kommt Ketticè (Kaleidoscope), der zweite Spielfilm von Giovanni Tortorici über die junge Generation Palermos in der Berlusconi-Ära. Ali Asgari erzählt in A Bit of Light (Veto!) mit Galgenhumor von einem desillusionierten iranischen Arzt und seiner Familie. In Forgotten Island (Transatlantic) von Joel Crawford und Januel Mercado müssen zwei Freundinnen um ihre Erinnerungen aneinander kämpfen.

 

Auf Oscar-Kurs

Nach und nach geben Länder aus aller Welt bekannt, welcher Film für sie ins Rennen um den Academy Award 2027 für den besten internationalen Film geht. Neben Fjord (Rumänien) von Cristian Mungiu und Coward (Belgien) von Lukas Dhont hat FilmFest Hamburg weitere nationale Einreichungen im Programm: In The Meltdown (Chile) von Manuela Martelli wird das Verschwinden einer Jugendlichen in den Anden zur Allegorie auf das Schweigen im Chile nach Pinochet. Dua (Kosovo) von Blerta Basholli folgt einer 13-jährigen Teenagerin im Kosovo der späten 1990er-Jahre zwischen Krieg und Erwachsenwerden. In How to Divorce During the War (Litauen) von Andrius Blaževičius gerät eine geplante Scheidung mit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zusammen. Lee Chang-dong legt in Possible Love (Südkorea) beim Aufeinandertreffen zweier Familien Klassenunterschiede und geheime Begierden frei und in Strawberries (Marokko) von Laïla Marrakchi kämpfen zwei marokkanische Saisonarbeiterinnen in Spanien gegen Ausbeutung.

 

Starke Hamburg-Themen und -Bilder

Mit Sternbrücke Forever dokumentiert Christian Hornung das Ende eines Stücks Hamburger Stadtgeschichte. Sein Film porträtiert das Leben an und unter der alten Sternbrücke im Schanzenviertel: Mehmet verkauft Falafel, Martina betreibt einen Kiosk, Stefan repariert Autos, und am Wochenende strömen Besucher*innen in die Clubs unter der mehr als hundert Jahre alten Eisenbahnbrücke. Mit dem Abriss verändert sich ein ganzes Viertel. Der Film verbindet das Porträt eines Ortes und seiner Menschen mit Fragen nach Stadtentwicklung, Subkultur und bezahlbarem Leben.

 

Nach mehr als fünf Jahrzehnten unter John Neumeier übernimmt der deutsch-argentinische Choreograf Demis Volpi die Leitung des Hamburg Ballett. Kim Hess begleitet ihn in ihrem Film BETWEEN TIMES – The Hamburg Ballet in Transition durch Proben, Premieren und Gespräche während seiner ersten Spielzeit. Aus dem Porträt eines künstlerischen Neubeginns entwickelt sich zunehmend die Chronik eines Führungswechsels unter öffentlicher Beobachtung.

 

Vor Hamburger Kulisse spielt Fatih Akins poetisches Drama Geister. In der Nacht ihrer ersten Begegnung stirbt Farasha. Doch sie findet einen Weg, Kontakt zu Faris aufzunehmen: Für 40 Nächte kann sie ihm in seinen Träumen begegnen. So erleben die beiden ihre junge Liebe über den Tod hinaus, während die letzte gemeinsame Nacht unaufhaltsam näher rückt. Das Drehbuch schrieben Ruth Toma und Fatih Akin gemeinsam.

 

Televisionen & FilmFest Hamburg Junior

Die ausgewählten Filme dieser Sektion greifen ebenfalls die Fragen nach Freiheit, Verbundenheit und Neuanfang auf. Um Freiheit und ihre Gefährdung geht es in David Nawraths Politdrama-Serie Breitscheidplatz 19/12 mit Albrecht Schuch in der Hauptrolle, die den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt und die Frage in den Blick nimmt, wie eine freie Gesellschaft mit Bedrohung und Extremismus umgeht. Verbundenheit steht im Zentrum von LORD der Hamburger Regisseurin Caren Wuhrer: Ein 17-Jähriger und eine 78-Jährige, beide am Rand der Gesellschaft, begegnen sich in Steilshoop. Die dritte Hochzeit von Mirjam Unger mit Iris Berben kreist ebenfalls um familiäre Bindungen. Vom Neuanfang erzählt Die Friesenjunkies von Emil und Oskar Belton, eine improvisierte Dramedy über Menschen in einer Suchtklinik auf Sylt. Im Junior-Programm geht es um Selbstbestimmung, Freundschaft und die Frage nach dem eigenen Weg. Shaun das Schaf – Spuk im Kürbisfeld eröffnet die Sektion unter neuem Namen mit einem neuen Aardman-Abenteuer. Allan Debertons Gugus Welt erzählt von einem fast zwölfjährigen Jungen aus Brasilien, der von einer Karriere als Fußballspieler träumt. In Pukam Pukai von Abhay Punjabi treffen drei Kinder, drei große Träume und ein Sommer in Delhi aufeinander.

 

Jurys und Preise

Renommierte Filmschaffende, Branchenvertreter*innen innen sowie Hamburger Studierende entscheiden auch in diesem Jahr in den Fachjurys über die Preisträgerinnen, darunter die Schauspielerinnen Anne Ratte-Polle und Johannes Hegemann, die Regisseurin Sonja Heiss, die Drehbuchautorin und Dramaturgin Vic So Hee Alz, die Medienmanagerin Leila Hamid sowie die Produzent*innen Philipp Trauer, Maren Knieling, Vanessa Ciszewski und Solmaz Azizi.

 

Zu den dotierten Auszeichnungen von FilmFest Hamburg gehören die Hamburg Producers Awards Internationale Kino-KoPro und Deutsches Kino mit jeweils 25.000 Euro (gestiftet von der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg) sowie die Hamburg Producers Awards Deutsche Fernsehfilme & Deutsche Serien mit 35.000 Euro (gestiftet von der VFF Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten mbH). Hinzu kommen der Politische Film der Friedrich-Ebert-Stiftung mit 10.000 Euro, der NDR Nachwuchspreis mit 5.000 Euro, der mit Unterstützung der MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein vergebene Arthouse Cinema Award mit 25.000 Euro, der FilmFest Hamburg Publikumspreis mit 5.000 Euro und der Junior Filmpreis MAJA mit 10.000 Euro. Der von der Hapag-Lloyd Stiftung gestiftete und mit 10.000 Euro dotierte Albert Wiederspiel Preis für internationale Filmregie geht 2026 an Rafiki Fariala für sein autobiografisch geprägtes Musikdrama Congo Boy, in dem ein 17-jähriger Geflüchteter in Bangui zwischen der Verantwortung für seine Geschwister und seinem Traum von einer Karriere als Musiker lebt.

 

Branche trifft Hamburg

Vom 28. September bis 1. Oktober bringen die FilmFest Hamburg Industry Days Produzent*innen, Verleiher*innen, Weltvertriebe, Kinobetreiber*innen und weitere Branchenprofis zusammen. Unter einem Dach bündelt das seit 2025 erweiterte Programm European Work in Progress (EWIP), den International Film Distribution Summit (IFDS), Made in Germany und die Explorer Konferenz mit Panels, Workshops und Vorträgen. Zu den Highlights zählen die Keynote »The Science of Laughter« der Neurowissenschaftlerin Sophie Scott (University College London) über die Wirkung von Lachen auf das Gehirn und ihre Bedeutung für Storytelling und Comedy, das Made-in-Germany-Panel Wie geht eigentlich Oscar-Kampagne? sowie die Session Inside Asian-European Co-Production über neue Kooperationsmodelle zwischen Asien und Europa. Nachwuchs- und Professionalisierungsprogramme wie #Atelier und Encourage Film Talents sowie internationale Delegationen ergänzen das Programm. Die Industry Days richten sich an akkreditierte Fachbesucher*innen und Medienvertreter*innen; die Explorer Konferenz und die IFDS-Veranstaltungen sind nur mit einer Industry Accreditation PLUS zugänglich.

 

Tag des Freien Eintritts

Zum dritten Mal lädt FilmFest Hamburg zum »Tag des freien Eintritts« ein. Am 3. Oktober, dem letzten Festivaltag, sind 37 Filme zu sehen. Die Vorstellungen in den fünf Festivalkinos und neun teilnehmenden »FilmFest ums Eck«-Kinos sind kostenfrei. Pro Person können online vorab bis zu fünf Karten gebucht werden; weitere Kontingente werden nach und nach freigeschaltet. Durch eine Förderung der Hapag-Lloyd Stiftung konnten viele Filme deutsch untertitelt werden. Auch die Deutsche Fernsehlotterie ist als Förderin wieder mit dabei und ermöglicht unter anderem barrierefreie Fassungen für sehbehinderte sowie gehörlose oder hörbeeinträchtigte Menschen. Das Angebot an barrierefreien Fassungen über die GRETA-App konnte für das diesjährige Programm bereitgestellt werden.

 

Special Screenings

Die Hapag-Lloyd-Zentrale am Ballindamm öffnet ihre Türen erneut für zwei besondere Festivalvorführungen, mitten in der Hamburger Innenstadt und mit Gästen zum Gespräch. Auf dem Programm stehen zwei Dokumentarfilme über außergewöhnliche Künstler*innen aus der Musik- und Modewelt und das Leben im Scheinwerferlicht: Der Prinz und der Kaiser – Yves Saint Laurent und Karl Lagerfeld von Olivier Nicklaus (30.9., 19:30 Uhr) zeichnet die berühmte Rivalität der beiden Modeschöpfer nach. Esther von Shaked Goren (1.10., 19:30 Uhr) porträtiert Esther Ofarim und verbindet nächtliche Telefonate zwischen Tel Aviv und Hamburg mit seltenem Archivmaterial. Beim Deep Dive Production Design geben in diesem Jahr die Production Designerin Sarah Greenwood und die Set Decoratorin Katie Spencer am 29. September in einer kostenfreien Masterclass im KINOPOLIS Einblicke in ihre langjährige Zusammenarbeit und die Gestaltung der Filmwelt von Barbie; im Anschluss wird der Film von Greta Gerwig im Dolby Cinema gezeigt.

 

Treffpunkte & Partys

Festivaltreffpunkte für alle Festivalbesucher*innen und Branchenvertreter*innen sind in der Festivalzeit das MOIN FilmFest Café im CinemaxX Dammtor (ab 25.09. 9:30-12:00 und 15:00-21:30) und die FilmFest Bar @CODA CLUB, Congressplatz 2 (26.09. – 03.10. ab 21:00), gegenüber vom CinemaxX. Hier finden Talks, Partys, DJ-Sets, Konzerte und Karaoke statt. Der Akkreditierungscounter ist durchgehend von 9:30 bis 17:30 geöffnet (Ausnahme 24.9.: 12:00 – 17:00).

Der Vorverkauf für FilmFest Hamburg startet am 10. September 2026 um 11 Uhr. Die Gelbe Stunde, ein Presale-Event im Levantehaus, findet am 9. September von 17 bis 20 Uhr statt.

 

Sponsoren & Partner

FilmFest Hamburg wird gefördert und unterstützt von der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg sowie von den treuen Hauptpartnern Deutsche Fernsehlotterie, Hapag-Lloyd Stiftung, Studio Hamburg Gruppe, Grand Elysee Hotel und dem Mobilitätspartner MOIA. Weitere Förderer sind die Karin und Walter Blüchert Gedächtnisstiftung, ARTE, der Hauptmedienpartner NDR sowie noch weitere 60 Partner, Förderer und Unterstützer.