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Filme im Mai

Zwischen Verantwortung und Zweifel, Erinnerung und Identität: Fünf Filme aus dem Programm von FILMFEST HAMBURG starten im Mai 2026 in den Kinos, darunter Eagles of the Republic, der neue Film von Tarik Saleh. 

 

Mit Nachbeben (Second Victims) erzählt Regisseurin Zinnini Elkington von den Belastungen des medizinischen Alltags. Die Neurologin Alexandra arbeitet auf einer unterbesetzten Station in einem dänischen Krankenhaus und trifft täglich Entscheidungen unter hohem Druck. Als sich ein Fall zu einer Tragödie entwickelt, gerät ihr professionelles Selbstverständnis ins Wanken. Zwischen Schuldzuweisungen, eigenen Zweifeln und der Verzweiflung der Angehörigen muss Alexandra sich der Frage stellen, wie man mit Verantwortung weiterlebt. Der Film wurde 2025 bei FILMFEST HAMBURG mit dem »Preis der Filmkritik« ausgezeichnet (Verleih: Lighthouse Entertainment, 7. Mai).

 

In ihrem Debütfilm Do You Love Me montiert Regisseurin Lana Daher Bilder und Töne aus Tausenden Archivquellen zu einem vielschichtigen Porträt des Libanon. Aus Musik, Filmgeschichte und kollektiven Erinnerungen entsteht keine klassische Chronologie, sondern eine emotionale Erkundung einer Nation, geprägt von Nostalgie, Widerstand und der Suche nach Zugehörigkeit. Ein melancholischer Filmessay über Heimat, Erinnerung und die Kraft kultureller Spuren. Der Film von Lana Daher wurde 2025 bei FILMFEST HAMBURG mit dem Preis »Der politische Film der Friedrich-Ebert-Stiftung« in Höhe von 10.000 Euro ausgezeichnet. (Verleih: Rapid Eye Movies, 7. Mai).

 

Der Film Wild Foxes von Regisseur Valéry Carnoy ist ein körperliches und zugleich sensibles Coming-of-Age-Drama. Camille gilt als vielversprechender Boxer, bis ein Unfall ihn mit anhaltenden Schmerzen zurücklässt und seine sportliche Zukunft infrage stellt. Während Meisterschaft, Teamgeist und Selbstvertrauen ins Wanken geraten, begegnet er der Taekwondo-Kämpferin Yas, die ihm einen neuen Blick auf Stärke und Mut eröffnet. Camille muss lernen, dass Kämpfen manchmal auch bedeutet, den eigenen Weg allein zu finden (Verleih: Grandfilm, 7. Mai).

 

Über acht Jahre begleitet Regisseur Kani Lapuerta in seinem Dokumentarfilm NIÑXS – Das Leben glitzert  die Jugendliche Karla, die im mexikanischen Tepoztlán aufwächst auf ihrem Weg zu sich selbst. Zwischen Jugend, Identitätssuche und gesellschaftlichen Erwartungen findet sie Rückhalt in ihrer Familie und ihrer queeren Community. So entsteht ein intimes und zugleich universelles Porträt des Erwachsenwerdens in einer Welt, die noch immer stark in binären Kategorien denkt (Verleih: missingFILMs, 14. Mai).

 

Mit Eagles of the Republic startet im Mai auch der neue Film von Regisseur Tarik Saleh. Im Zentrum steht George Fahmy, einst Ägyptens gefeierter Schauspieler, der plötzlich bei den Behörden in Ungnade fällt. Als Rollen ausbleiben und eine mediale Kampagne gegen ihn beginnt, nimmt er widerwillig die Hauptrolle in einer staatstragenden Filmbiografie über Präsident Abdel Fattah el-Sisi an. Doch je überzeugender Fahmy spielt, desto tiefer gerät er in den inneren Zirkel der Macht. Aus der Rückkehr ins Rampenlicht wird ein gefährliches Spiel aus Manipulation, Lügen und politischer Vereinnahmung (Verleih: MFA Film, 21. Mai).