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Made in Germany

Die FilmFest Hamburg Industry Days stellen das diesjährige Programm der Reihe Made in Germany vor. Vom 28. bis 30. September 2026 versammelt die dreitägige Eventreihe aktuelle Themen der deutschen Film- und Medienbranche im Curiohaus in unmittelbarer Nachbarschaft zum Festivalkino Cinemaxx Dammtor. In kompakten Panels, Diskussionen und anschließenden Networking-Formaten geht es um den Umgang mit zunehmend schwierigen Produktionsbedingungen, Finanzierung und Storytelling ebenso wie um Chancengleichheit und nachhaltige Veränderungsprozesse. 

 

Fabian Massah, Leitung FilmFest Hamburg Industry Days»Bei Made In Germany ist uns wichtig, dass sich alle wiederfinden, die Filme und Serien möglich machen: vor und hinter der Kamera. Die erste Ausgabe im letzten Jahr hat gezeigt, wie groß der Bedarf an offenem Austausch in unserer Branche ist. Daran knüpfen wir 2026 mit einem hochkarätigen und vielfältigen Programm an.« 

 

Zum Auftakt bringt die Initiative LUMI BIPoC-Filmschaffende auf die große Bühne, wo sie Film- und Serienideen vor Branchengästen präsentieren. Eine anschließende Paneldiskussion nimmt die aktuelle politische Situation in den Blick und fragt nach den Folgen für das kreative Arbeiten der Zukunft. Mit Unterstützung der MOIN Filmförderung setzt sich LUMI für Sichtbarkeit, Zugang und kreative Räume für unterrepräsentiertes Storytelling ein. 

 

Die Deutsche FilmakademieGerman Films und MOIN Filmförderung laden die deutschen Oscar-Kandidat*innen 2027 zum Oscar-Kickoff nach Hamburg. Die Teams hinter Gelbe Briefe und Von Scham und Geld geben exklusive Einblicke in ihre bevorstehenden Oscar-Kampagnen: Was braucht es, um international Aufmerksamkeit zu erzeugen? Wie schafft man es, dass über einen Film gesprochen wird – und er schließlich auf dem Radar der Academy-Mitglieder landet? Der dritte deutsche Oscar-Beitrag wird in Kürze von German Films bekanntgegeben und ergänzt die Runde. 

 

Unter dem Titel »Finanzierungs-Tsunami – Planung in Gefahr« steht die angespannte Finanzierungssituation der Branche im Mittelpunkt. Die Fördermittel von DFFF und GMPF werden 2026 so schnell ausgeschöpft wie nie zuvor, die Produktions- und Planungssicherheit gerät massiv unter Druck, und für 2027 drohen weitere Kürzungen. Mit Helge Albers (Geschäftsführer, MOIN) und führenden Filmproduzent*innen geht das Panel der Frage nach, was jetzt geschehen muss, damit die Filmbranche die notwendigen Perspektiven und Planungssicherheit erhält. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe »All You Need Is Law« und findet in Zusammenarbeit mit den Kanzleien Unverzagt, Von Have Fey, GRAEF Rechtsanwälte statt. 

 

Auch verantwortungsvolles Storytelling steht auf der Agenda. Ausgehend von der »Green Storytelling Checklist – Documentary« diskutieren Dr. Julia Dordel (Dorcon Film / Green Storytelling Initiative), Autorin Vivien PieperLillian Rosa (Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF) und Heiko Vollmer (splitterfilm), wie dokumentarische Medien Nachhaltigkeit selbstverständlich in ihr Erzählen integrieren können und wie der Dialog zwischen Filmschaffenden und Entscheidungsträger*innen gelingen kann. 

 

Um die Chancen und Herausforderungen von Literaturverfilmungen geht es am Beispiel von Ponyherz, der Buchserie von Usch Luhn. Produzentin Anette Unger (Leitwolf Film), Regisseur Markus Dietrich und Daniela Steiner (Carlsen Verlag) sprechen über die Zusammenarbeit zwischen Film und Verlag, den Erwartungsdruck der Fans und wirtschaftliche Unsicherheiten. Im Mittelpunkt stehen Stolperfallen der Stoffentwicklung, unterschiedliche Erzähllogiken sowie Herausforderungen bei Rechten, Zeitplan und Finanzierung – aber auch die Chancen für neue Zielgruppen, größere Reichweite und frische Impulse. 

 

Mit »Transformation und Resilienz unter Druck« richtet sich der Blick schließlich auf den Umgang mit Krisen und strukturellen Veränderungen. Der Filmtechnik-Dienstleister Cinegate wird 2026 abgewickelt. Frank Kappes spricht darüber, was er aus diesem Prozess gelernt hat und wie er auf die Zukunft blickt. Bei Constantin Film wurde nach Grenzüberschreitungen an Sets 2023 ein Transformationsprozess angestoßen: Paula Poprawa (Constantin Film) und Rebekka Gorges (inclusive media minds) berichten über präventive Trainings, Code of Conducts und Vertrauenspersonen sowie darüber, wie Veränderung nachhaltig in Strukturen verankert werden kann. Eine Veranstaltung von FAIR PLAY Film+Kultur.

 

Ergänzt wird das inhaltliche Programm an allen drei Tagen durch anschließende Networking-Möglichkeiten, gehostet von der MOIN Filmförderung und weiteren Partnern. Alle Termine, Speaker*innen und weitere Informationen werden in Kürze hier veröffentlicht.

 

Die Teilnahme an den Veranstaltungen der Reihe Made in Germany ist für alle akkreditierten Fachbesuchenden von FilmFest Hamburg möglich. Die Industry Accreditation und Industry Accreditation Plus (inklusive Zugang zu Explorer und IFDS) sind hier erhältlich.