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Marsrevolution und irdische Rhythmen

FilmFest Hamburg präsentiert den Stummfilmklassiker Aelita  – Queen of Mars mit einem live gespielten Soundtrack der finnischen Rockband Cleaning Women im KNUST Hamburg. Tickets sind HIER erhältlich.

 

Waschmaschinentrommeln, Plastikbehälter und selbst gebaute Instrumente treffen auf futuristisches Stummfilmkino: Die finnische Rockband Cleaning Women begleitet am 29. September um 20.30 Uhr im KNUST Hamburg den sowjetischen Science-Fiction-Klassiker Aelita – Queen of Mars unter der Regie von Jaków Protasanow mit einem eigenen Live-Soundtrack. FilmFest Hamburg präsentiert das Filmkonzert mit Unterstützung von ARTE im Rahmen seiner diesjährigen Festivalausgabe.

 

Für die Live-Begleitung treten Risto Puurunen, Tero Vanttinen und Timo Kinnunen von Cleaning Women vor der Leinwand auf. In extravaganten Bühnenoutfits, die an das deutsche Kabarett der 1920er-Jahre und das expressionistische Kino der Weimarer Republik erinnern, erschaffen die drei Musiker einen pulsierenden, zwischen Techno und Avantgarde-Disco angesiedeltem Soundtrack, der Industrierock, europäische Volksmusik und moderne Tanzrhythmen verbindet.

 

Auch ihr Instrumentarium ist außergewöhnlich: Neben selbst gebauten Gitarren kommen Dosen, Plastikbehälter und Stahltrommeln aus Waschmaschinen zum Einsatz. Aus vermeintlichen Alltagsgegenständen entsteht eine Klangwelt, die den Filmklassiker musikalisch ins Heute übersetzt.

 

Moskau, 1921: Rätselhafte Funksignale aus dem All lassen den jungen Ingenieur Loss (Nikolai Zereteli) von einer Reise zum Mars träumen. Zunehmend verschwimmen die Grenzen zwischen seinem Alltag in der jungen Sowjetunion und der fantastischen Vorstellung einer fremden Zivilisation auf dem Mars. Auf dem roten Planeten herrscht Königin Aelita (Julija Solnzewa), die sehnsüchtig auf ihn wartet. Ihre Begegnung entfacht nicht nur eine große Liebe, sondern auch eine Revolution.

 

Mit seinen geometrischen Kulissen und avantgardistischen Kostümen schrieb Aelita – Queen of Mars Filmgeschichte. Die von der Künstlerin und Bühnenbildnerin Alexandra Exter entworfenen Marswelten prägen bis heute die Bildsprache des Science-Fiction-Kinos. Die roboterhaft anmutenden Figuren, monumentalen Räume und konstruktivistischen Formen machen den Film zu einem wegweisenden Beispiel der sowjetischen Filmavantgarde.

 

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