Inhalt
Eine Zeitreise in das Wien vor 100 Jahren, vom Ende der Habsburger Monarchie bis zum "Anschluss" Österreichs an Nazideutschland. Wien galt damals noch als die kulturelle Hauptstadt Europas und beherbergte eine große jüdische Gemeinde. Der Film rekonstruiert die geistige Metropole über die Biografien jüdischer Intellektueller, die zu der Zeit dort gelebt und gearbeitet haben: Stefan Zweig, Arthur Schnitzler, Sigmund Freud und andere. Er ist aber auch ein Stück Familiengeschichte: Robert Bobers Ur-Großvater, der 1904 nach einem erfolglosen Immigrationsversuch in die USA in Wien landete, verbrachte dort seinen Lebensabend. Er starb 1929, zwei Jahre vor der Geburt des Regisseurs. Wien vor der Nacht ist eine essayistische, poetische und sehr persönliche Auseinandersetzung mit der Stadt und ihrem jüdischem Leben vor dem Krieg.
Regie
Robert Bober (*1931 in Berlin) erhielt für seine Romane zahlreiche Auszeichnungen. Er war Regieassistent von François Truffaut u.a. bei Sie küssten und sie schlugen ihn (1959) und Jules und Jim (1962) und machte mehrere Dokumentarfilme über die Folgen des Holocaust.
Info
Originaltitel: Vienne avant la nuit
Internationaler Titel: Vienna before Nightfall
Gattung: Dokumentarfilm
Sektion: Kaleidoskop
Sprachfassung & Untertitel: Französisch OF mit deutschen UT
Regie & Drehbuch: Robert Bober
Produktionsländer: Österreich, Deutschland, Frankreich
Jahr der Produktion: 2016
Länge: 73 min
Produzent*innen: Estelle Fialon, Michael Eckelt, Gabriele Kranzelbinder
Produktionsfirma: Riva Filmproduktion, Les Films du Poisson, KGP Kranzelbinder Gabriele Production
Kamera: Giovanni Donfrancesco
Schnitt: Catherine Zins
Musik: Denis Cuniot
Szenenbild: Hélène Ustaze
Verleih in DE: Björn Koll, Edition Salzgeber





