Inhalt
Dokumentarfilm Rund 300.000 Angehörige des Otomí-Stammes leben im wüstenartigen Mezquital, 100 Kilometer nördlich von Mexiko City. Die Industrialisierung und die Agenda der Regierung, ganz Mexiko politisch, wirtschaftlich und kulturell auf ein einheitliches „zivilisatorisches“ Niveau zu bringen, setzt die indigene Bevölkerung ab den 50-er Jahren unter Druck, beraubt sie ihres Landes und ihrer Identität. Viele verlassen die Heimat und ziehen in die umliegenden Städte – als verarmte und entwurzelte Arbeitsemigranten. Der Film basiert auf einem Skript des mexikanischen Soziologen Roger Bartra und kombiniert Ethnografie mit surrealen Formen. Er ist zugleich politisches Manifest und ein fesselndes ästhetisches Experiment.
Regie
Paul Leduc (*1942) ist in seinen Dokumentarfilmen sehr beeinflusst von Jean Rouche und gehörte in den frühen 70er Jahren zu einer neuen Welle im mexikanischen Kino. Ein weiterer bekannter Film von ihm ist Frida Kahlo – Es lebe das Leben (1984), die erste Filmbiografie über die mexikanische Malerin.
Info
Originaltitel: Etnocidio: Notas sobre El Mezquital
Internationaler Titel: Etnocidio: Notas sobre El Mezquital
Gattung: Dokumentarfilm
Sektion: Deluxe
Sprachfassung & Untertitel: Spanisch OF mit deutschen UT
Regie: Paul Leduc
Drehbuch: Paul Leduc, Roger Bartra
Produktionsländer: Kanada, Mexiko
Jahr der Produktion: 1976
Länge: 130 min
Produzent*innen: Vicente Silva, Jean Marc Garaud
Produktionsfirma: Cine Difusion SEP, National du Film du Canada
Kamera: Georges Defaux, Ángel Goded
Schnitt: Rafaël Castanedo, Paul Leduc, J. Richard Robesco




