Inhalt
Archaische Mythen, Katholizismus und 50 Jahre als US-Kolonie – das ergibt die einzigartige philippinische Mentalitäts- Melange, mit der Regisseur Joel Lamangan ein betörend fremdartiges Drama entfaltet. Ein falscher Priester löst mit vorgetäuschten Wundern auf einer Insel eine Welle religiösen Fanatismus aus. Über Nacht wird die arme Gemeinde zum fl orierenden Zentrum von Pilgertourismus. Als ein geistig zurückgebliebenes Mädchen nach einer Vergewaltigung schwanger wird, ihre Jungfräulichkeit jedoch intakt bleibt, scheint das lang ersehnte "echte" Wunder da zu sein. "Armut und Hoffnungslosigkeit bestimmen das Leben der Inselbewohner", erklärt Lamangan seinen kritischen Ansatz. "Sie glauben an eine höhere Gottheit, die von Schmerz, Ungerechtigkeit und Ausbeutung erlöst." "The Last Virgin", auf dem Filmfest von Manila mit zehn Preisen (u. a. beste Regie, beste Hauptdarsteller, bestes Drehbuch) ausgezeichnet, entführt in eine Welt von Mystizismus, Wundergläubigkeit und starkfarbiger Ikonografie.
Info
Originaltitel: Ang Huling birhen sa lupa
Internationaler Titel: The Last Virgin
Gattung: Spielfilm
Sektion: Hauptprogramm
Sprachfassung & Untertitel: Tagalog, Filipino OF
Regie: Joel Lamangan
Drehbuch: Raquel Villavicencio
Besetzung/Protagonist*innen: Ara Mina, Maui Taylor, Jay Manalo
Produktionsländer: Philippinen
Jahr der Produktion: 2003
Länge: 100 min
Produzent*innen: Vicente del Rosario III
Produktionsfirma: Viva Production Inc. 7th Flr. East Tower
Kamera: Rolly Manuel
Schnitt: Marya Ignacio
Musik: Ramon Reyes, Joey Santos
Szenenbild: Tatus A Idana




