Inhalt
Als "Mix von Drama, Zeichentrick und Clip, ein Experiment von Form und Kontext" bezeichnet Mehdi Karampour sein für das iranische Kino in Machart und Themenwahl ungewöhnliches Spielfilmdebüt. Ausgehend von einem "Überall ist es besser als hier"-Zustand entwickelt sich "Somewhere Else" zu einem komplexen Drama, theatralisch und brisant, mal abstrakt, mal aufregend direkt. Somewhere else, irgendwo anders, liegt ein nicht bezeichnetes Utopia, in das sich die fünf Protagonisten wünschen. Aus unterschiedlichen Gründen sind sie auf einer Insel festgesetzt: auf der Flucht vor Krieg, vor einer feindlichen Gesellschaft, vor ihrem Schicksal. Erschöpft träumen sie davon, die Insel zu verlassen, über die Grenze zu gelangen. Bei dem illegalen Grenzübertritt spielt ein Helfer namens Dr. Tavussi (Ahmad Najafi) eine mysteriöse Rolle. Aber Dr. Tavussi lässt auf sich warten... Unwillkürlich assoziiert man die vage auf Erlösung wartenden Vagabunden aus Samuel Becketts Theaterstück "Warten auf Godot", auch die widersprüchlichen Gefühlslagen und den Leidensdruck der Migranten, Exilanten und Asylsuchenden unserer Tage. Somewhere else ist ein anderes Wort für Paradies.
Info
Originaltitel: Jayee Deegar
Internationaler Titel: Somewhere Else
Gattung: Spielfilm
Sektion: Hauptprogramm
Sprachfassung & Untertitel: Persisch OF
Regie & Drehbuch: Mehdi Karampour
Besetzung/Protagonist*innen: Ali Mosafa, Golshifteh Farahaini, Ahmad Najafi, Katayoon Riahi
Produktionsländer: Iran
Jahr der Produktion: 2003
Länge: 84 min
Produzent*innen: Kamran Azami
Produktionsfirma: Kamran Azami
Kamera: Farzin Khosroushahi
Schnitt: Bahram Dehghani
Musik: Fardin Khalatbari
Szenenbild: Keyvan Moghadam




