Inhalt
ESSAY Die zweite Kollaboration von Kluge und Khavn ist eine ästhetische Karambolage – und findet in Lilith Stangenberg eine grandiose Komplizin. In Happy Lamento (FILMFEST HAMBURG 2018) schöpften die Ausnahmeautoren noch aus ihren Archiven, in Orphea gibt es neuen Stoff – wenn auch nach klassischer Vorlage. Allerdings haben sich die Vorzeichen bzw. Wortendungen von Orpheus und Eurydike geändert: Bei Khavn und Kluge steigt eine Orphea in die Unterwelt, um nicht nur ihren Eurydiko zu erlösen, sondern gleich die ganze verstorbene Menschheit mit. Zwischen Kluge‘schem Studio und dem Moloch Manila wird alles verhandelt: Rilke und Adorno, Tschaikowski und Rock, Mammuts und Unsterblichkeit.
Regie
ALEXANDER KLUGE (*1932) ist Jurist, Autor, Regisseur und einer der zentralen Intellektuellen der Bundesrepublik. Er kollaborierte mit Adorno, Lang und Fassbinder – und nun wieder mit KHAVN (*1973). Der philippinische Avantgardist ist mit knapp 50 Lang- und über 100 Kurzfilmen einer der produktivsten Filmemacher der Gegenwart, daneben Autor und Musiker.
Info
Originaltitel: Orphea
Internationaler Titel: Orphea
Gattung: Hybride Form
Sektion: Asia Express
Sprachfassung & Untertitel: Englisch, Deutsch, Tagalog OF mit deutschen UT
Regie: Alexander Kluge, Khavn De La Cruz, er Kluge, Khavn de la Cruz
Drehbuch: er Kluge, Khavn de la Cruz, Douglas C
Besetzung/Protagonist*innen: Lilith Stangenberg, Ian Madrigal
Produktionsländer: Deutschland
Jahr der Produktion: 2020
Länge: 99 min
Produzent*innen: Stephan Holl, er Kluge, Antoinette Köster
Produktionsfirma: Kairos Film, Rapid Eye Movies GmbH
Kamera: Thomas Wilke, Albert Banzon, Gym Lumbera
Ton: Michel Kurz, Frédéric Krauke
Schnitt: Andreas Kern, Kajetan Forster, Toni Werner, Lawrence S. Ang
Musik: Sir Henry, Khavn de la Cruz, Tilman Wollf, Diego Mapa
Szenenbild: Martin Yambao
Kostümbild: Zeus Bascon, Kim Perez
Weltvertrieb: Rapid Eye Movies GmbH
Verleih in DE: Rapid Eye Movies GmbH





