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Einer der Gründe, warum das südamerikanische Kino von so aufregender Vielfalt ist, heißt Fernán Rudnik. Der 34-jährige Argentinier stellte sich bereits mit seinem Filmdebüt "El nadador inmóvil" (1998) eigensinnig gegen den in seinem Heimatland populären Naturalismus. Auch "Pueblo Chico" bewegt sich inhaltlich wie künstlerisch abseits ausgetretener Pfade: Schauplatz ist der einsame Strand von Pueblo Chico, für den sich ausländische Investoren interessieren. Der Bürgermeister wehrt sich gegen das Vorhaben, aus dem beschaulichen Dorf eine Touristenhochburg zu machen. Mit welchen Gegnern er es zu tun hat, erkennt er erst, als das Dorf über Nacht von der Außenwelt abgeschnitten wird. Alle Leitungen sind gekappt, die Wege gesperrt: Pueblo Chico ist Isolation, dem Hunger, dem Tod preisgegeben. Rudnik selbst bezeichnet seinen intensiven Film als "metaphorische, poetische Erzählung über eine grausame Wirklichkeit". Bilder von zwingender Schönheit: Ein zeitloses Kammerspiel vor großer Landschaft.
Info
Originaltitel: Pueblo Chico
Internationaler Titel: Little Village
Gattung: Spielfilm
Sektion: Vitrina
Sprachfassung & Untertitel: Spanisch OF
Regie & Drehbuch: Fernán Rudnik
Besetzung/Protagonist*innen: Lorenzo Quinteros, Diego Starosta, Carla Crespo
Produktionsländer: Argentinien
Jahr der Produktion: 2004
Länge: 70 min
Produzent*innen: Fernán Rudnik
Produktionsfirma: Fernán Rudnik
Kamera: Hernan Bouza
Schnitt: Rosario Suárez
Musik: Diego Vainer
Weltvertrieb: Fernán Rudnik




