Inhalt
Gesungener Schmerz: Lav Diaz verdichtet die Traumata einer Nation zu einem Anti-Musical. Ende der 1970er regiert Diktator Marcos die Philippinen, in den Provinzen sorgen brutale Milizen für die Durchsetzung des Kriegsrechts. In einem Dorf betreibt Lorena eine Armenklinik. Sie gerät ins Fadenkreuz der Soldateska und verschwindet spurlos. Ihr Mann, der Dichter Hugo, sucht sie und findet doch nur eine zerbrochene Gemeinschaft, die in ständiger Angst vor den Soldaten, kommunistischen Rebellen und mythologischen Schreckensfiguren apathisch vegetiert. Vor diesen grausamen Ereignissen – alle basieren auf tatsächlichen Begebenheiten – versagt das gesprochene Wort und Diaz lässt seine Figuren singen. So schafft er ein markerschütterndes Lamento auf das ewige Schicksal seiner Heimat.
Regie
LAV DIAZ (*1958 auf Mindanao, Philippinen) ist einer der einflussreichsten Filmemacher der Gegenwart. Für seine Arbeiten, die sich durch ihre massiven Laufzeiten und stilistische Einzigartigkeit auszeichnen, gewann er bereits Preise in Venedig, Locarno und Berlin. FILMFEST HAMBURG zeigte bereits seine Filme From What Is Before (FF2014) sowie The Woman Who Left (FF2016).
Info
Originaltitel: Ang Panahon Ng Halimaw
Internationaler Titel: Season of the Devil
Gattung: Spielfilm
Sektion: Werkschau Sciamma und Diaz
Sprachfassung & Untertitel: Filipino OF mit engl. UT
Regie & Drehbuch: Lav Diaz
Besetzung/Protagonist*innen: Piolo Pascual, Shaina Magdayao, Pinky Amador, Bituin Escalante, Hazel Orencio, Joel Saracho, Bart Guingona, Angel Aquino, Lilit Reyes, Don Melvin Boongaling, Noel Sto. Domingo, Ian Lomongo
Produktionsländer: Philippinen
Jahr der Produktion: 2017
Länge: 234 min
Produzent*innen: Bianca Balbuena, Bradley Liew
Produktionsfirma: Globe Studios, Epicmedia Productions Inc, Sine Olivia Pilipinas
Kamera: Larry Manda
Schnitt: Lav Diaz
Musik: Lav Diaz
Szenenbild: Popo Diaz
Weltvertrieb: Films Boutique






