Inhalt
Der 31-jährige Regisseur Pablo Trapero wird heute bereits mit dem legendären italienischen Regisseur Roberto Rossellini verglichen. Seine Filme "Mundo grúa" und "El bonaerense" – naturalistisch, aber poetisch – sind vielleicht die kraftvollsten des neuen argentinischen Kinos. Es sind Filme voll harscher Kritik an sozialen Bedingungen und geprägt von einer großen Zärtlichkeit seinen Figuren gegenüber. Trapero arbeitet mit Laiendarstellern und Familienmitgliedern. So taucht seine Großmutter in allen Filmen auf: Sie spielt die Hauptrolle in "Familia Rodante" (ungefähr "Rollende Familie"), der seine Europapremiere auf dem Festival von Venedig feierte. Die Reise einer 85- Jährigen, die sich in Begleitung ihrer großen Familie in einem Wohnmobil auf den Weg zu einer Hochzeit in ihr Heimatdorf aufmacht, dient Trapero als Hintergrund für eine kritische Reise durch ein zerrissenes, politisch unruhiges Argentinien der Widersprüche. Ein immer wieder heiterer Film von lakonischer Sozialkritik über die Verlorenheit und Einsamkeit jedes Einzelnen.
Regie
PABLO TRAPERO (*1971) gilt als einer der begnadetsten Geschichtenerzähler des argentinischen Kinos. FILMFEST HAMBURG eigte 2012 seinen Film White Elephant. Der Clan lief im offiziellen Wettbewerb der Filmfestspiele von Venedig
Info
Originaltitel: Familia Rodante
Internationaler Titel: Rolling Family
Gattung: Spielfilm
Sektion: Vitrina
Sprachfassung & Untertitel: Spanisch OF
Regie & Drehbuch: Pablo Trapero
Besetzung/Protagonist*innen: Liliana Capuro, Raul Viñoles, Graciana Chrioni, Bernardo Forteza
Produktionsländer: Brasilien, Spanien, Deutschland, Vereinigtes Königreich, Argentinien, Frankreich
Jahr der Produktion: 2004
Länge: 103 min
Produzent*innen: Hugo Castio Fau
Produktionsfirma: Matanza Cine s.r.l., Pandora Film GmbH
Kamera: Guillermo Nieto
Schnitt: Nicolás Goldbart
Musik: León Gieco
Szenenbild: Sergio Urruti
Weltvertrieb: Buena Onda




