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Asta Nielsens Verwandlungskunst und -leidenschaft war legendär. Mit "Engelein" (1913) erfüllte Ehemann und Regisseur Urban Gad den lang gehegten Wunsch der 30-Jährigen nach einem Stoff mit einer Kinderrolle für sie. Im Mittelpunkt steht die 17-jährige Jesta (Nielsen), die einem schwerreichen, sittenstrengen Onkel (Max Landa) aus Amerika vorspielen muss, sie sei zwölf. Denn Onkelchen würde sie sofort enterben, käme heraus, dass sie bereits fünf Jahre vor der Hochzeit der Eltern geboren wurde. Zu allem Unglück ist der Onkel so attraktiv, dass Jesta sich in ihn verliebt... Auch bei "Engelein" hatte Asta Nielsen mit der allgegenwärtigen Zensur zu kämpfen. Sie erinnert sich: "An einer Stelle hatten die Herren Zensoren mein Strumpfband zu sehen bekommen: Hellauf loderte die sittliche Entrüstung. Als sich gar noch herausstellte, dass ich ein uneheliches Kind spielte, war das Maß voll. Der Film wurde verboten. Nach dreitägigem Kampf wurde er schließlich wieder freigegeben. Aber für Jugendliche blieb das Verbot aufrecht." Der Rezensent Dr. Alexander Elster aus Jena lobte "Engelein" in Heft 8 (1913/14) der Fachzeitschrift "Bild und Film": "Vielfach hat der Humor hier einen satirischen und grotesken Einschlag und ist von der allerdings seltenen Art, dass sowohl der Feinschmecker wie das breite Publikum darüber lachen." Der Film war so erfolgreich, dass 1914 das Sequel "Engeleins Hochzeit" folgte.
Info
Originaltitel: Engelein
Gattung: Spielfilm
Sektion: Hommage Asta Nielsen
Sprachfassung & Untertitel: Deutsch, - OF
Regie & Drehbuch: Urban Gad
Besetzung/Protagonist*innen: Asta Nielsen, Max Landa, Alfred Kühne, Fred Immler
Produktionsländer: Deutschland
Jahr der Produktion: 1913
Länge: 1617 min
Produktionsfirma: Projektions-AG Union
Kamera: Karl Freund, Axel Graatkjaer
Szenenbild: Fritz Seyffert




