Inhalt
"Good Will Hunting"-Regisseur Gus Van Sant, Gewinner der Goldenen Palme in Cannes 2003, hat sich ein brisantes Thema vorgenommen: Ein Schulmassaker, wie das an der Columbine High School, über das Michael Moore seinen oscargekrönten Dokumentarfilm "Bowling for Columbine" drehte. In einem semidokumentarischen, lyrischen Stil schwebt Van Sants Kamera durch die Schulkorridore, zeigt, verweilt, reiht ein visuelles Mosaiksteinchen an das nächste: Einige Mädchen picken in der Cafeteria an ihrem Lunch, um ihn anschließend herauszuwürgen. Ein Junge muss sich um seinen betrunkenen Vater kümmern, ein Lehrer schikaniert einen Schüler. Ein ganz normaler Tag an einer amerikanischen High School, in der Mobbing, Hass und Brutalität in verschiedensten Facetten zum Alltag gehört. Ein Tag, an dem ein Junge ein Paket von dem Internetanbieter www.guns.usa erhalten wird... Ohne moralischen Zeigefinger liefert "Elephant" Momentaufnahmen einer amerikanischen Jugend zwischen Orientierungslosigkeit und dem Zwang, um jeden Preis "Fun zu haben". Ein Film von dunkler, fesselnder Schönheit, in dem Van Sant das ungekünstelte Spiel seiner jugendlichen Laiendarsteller mit Beethovenmusik kontrapunktiert.
Regie
Gus van Sant (*1952) wurde vor allem durch seine Filme Good Will Hunting (1997) und Milk (2008) bekannt, für die er jeweils eine Oscar-Nominierung erhielt. Elephant gewann 2003 die Goldene Palme bei den Filmfestspielen in Cannes.
Info
Originaltitel: Elephant
Internationaler Titel: Elephant
Gattung: Spielfilm
Sektion: Hauptprogramm
Sprachfassung & Untertitel: Englisch OF
Regie & Drehbuch: Gus Van Sant
Besetzung/Protagonist*innen: Alex Frost, Eric Deulen, John Robinson, Elias McConnell
Produktionsländer: USA
Jahr der Produktion: 2003
Länge: 81 min
Produzent*innen: Dany Wolf
Produktionsfirma: Meno Films, HBO Enterprises
Kamera: Harris Savides
Schnitt: Gus Van Sant
Musik: Leslie Shatz
Szenenbild: Benjamin Hayden
Weltvertrieb: HBO Films London




