Inhalt
Nur in China werden weltweit mehr Menschen hingerichtet als im Iran. In vier eindrücklichen Episoden erzählt Mohammad Rasoulof von Menschen, die Teil des Tötungssystems sind. Der Film gewann den Goldenen Bären in Berlin. Sie sind vorbildliche Ehemänner und Väter, junge Wehrpflichtige und Soldaten – und Exekutoren des staatlich sanktionierten Tötens im Iran. Ein Knopfdruck genügt, um einem anderen Menschen das Leben zu nehmen. Ihre Arbeit belastet das Gewissen und die sozialen Beziehungen von Heshmat, Pouya, Javad und Bahram schwer. Aber können sie Nein sagen, ohne selbst Opfer des Repressionsapparats zu werden? Doch das Böse gibt es nicht stellt die Frage, ob es wirklich nur die Wahl zwischen Widerstand und Überleben gibt.
Regie
MOHAMMAD RASOULOF (*1973) war bereits mit mehreren Filmen bei FILMFEST HAMBURG zu Gast, zuletzt 2017 mit A Man of Integrity. Rasoulof wurde bereits mehrmals wegen seiner Regimekritik zu Haftstrafen verurteilt. Noch nie wurde einer seiner Filme im Iran offiziell gezeigt.
Info
Originaltitel: Sheytan vojud nadarad
Internationaler Titel: There Is No Evil
Gattung: Spielfilm
Sektion: Kaleidoskop
Sprachfassung & Untertitel: Farsi OF mit deutschen UT
Regie & Drehbuch: Mohammad Rasoulof
Besetzung/Protagonist*innen: Ehsan Mirhosseini, Shaghayegh Shourian, Kaveh Ahangar, Alireza Zareparast, Salar Khamseh, Darya Moghbeli, Mahtab Servati, Mohammad Valizadegan, Mohammad Seddighimehr, Jila Shahi, Baran Rasoulof
Produktionsländer: Tschechien, Iran, Deutschland
Jahr der Produktion: 2020
Länge: 150 min
Produzent*innen: Mohammad Rasoulof, Kaveh Farnam, Farzad Pak
Produktionsfirma: Cosmopol Film, Europe Media Nest, Filminiran - PakFilm
Kamera: Ashkan Ashkani
Ton: Hasan Shabankareh
Schnitt: Mohammadreza Muini, Meysam Muini
Musik: Amir Molookpour
Szenenbild: Saeed Asadi
Kostümbild: Afsaneh Sarfejo
Weltvertrieb: Films Boutique
Verleih in DE: Patrick Horn, Grandfilm Verleih





