Inhalt
Mohammad Rasoulofs heimlich gedrehter neuer Film ist ein brillanter Politthriller und eine zornige Abrechnung mit dem iranischen Regime. In Cannes erhielt er dafür den Sonderpreis der Jury sowie vier weitere Preise. Iman ist gerade zum Untersuchungsrichter am Revolutionsgericht in Teheran befördert worden, als nach dem Tod einer jungen Frau eine riesige Protestbewegung das Land ergreift. Obwohl die Demonstrationen zunehmen und der Staat mit immer härteren Maßnahmen durchgreift, entscheidet sich Iman für die Seite des Regimes und bringt damit das Gleichgewicht seiner Familie ins Wanken. Seine Töchter wiederum sind von den Ereignissen elektrisiert und seine Frau Najmeh versucht verzweifelt, alle zusammenzuhalten. Als Iman feststellt, dass seine Dienstwaffe verschwunden ist, verdächtigt er seine Familie.
Regie
MOHAMMAD RASOULOF (*1973 im Iran) erhielt 2020 bei der Berlinale den Goldenen Bären für Doch das Böse gibt es nicht und war bereits mit mehreren Filmen bei FILMFEST HAMBURG. Wegen Regimekritik wurde er mehrmals zu Hausarrest und Haft verurteilt. Nach Die Saat des heiligen Feigenbaums sah er sich gezwungen, den Iran zu verlassen. Der Film wurde als deutscher Beitrag für den Auslandsoscar 2025 nominiert.
Präsentiert von ARTE
Info
Originaltitel: دانهی انجیر معابد
Internationaler Titel: The Seed of the Sacred Fig
Gattung: Spielfilm
Sektion: Kaleidoscope
Sprachfassung & Untertitel: Farsi OF mit deutschen UT
Regie & Drehbuch: Mohammad Rasoulof
Besetzung/Protagonist*innen: Misagh Zareh, Soheila Golestani, Mahsa Rostami, Setareh Maleki
Produktionsländer: Frankreich, Deutschland, Iran
Jahr der Produktion: 2024
Länge: 167 min
Produzent*innen: Mohammad Rasoulof, Amin Sadraei, Jean-Christophe Simon, Mani Tilgner, Rozita Hendijanian
Produktionsfirma: Run Way Pictures
Kamera: Pooyan Aghababaei
Schnitt: Andrew Bird
Musik: Karzan Mahmood
Weltvertrieb: Films Boutique
Verleih in DE: Tobias Lehmann, Alamode Filmdistribution




