Inhalt
Ein Zeitungsartikel aus dem Jahr 1986 inspirierte Regisseur Atom Egoyan, der bereits 2002mit "Ararat" Gast bei FILMFEST HAMBURG war, zu seinem neuen Film. Ein Jordanier hatte in der Tasche seiner schwangeren Freundin eine Bombe versteckt. Egoyan erzählt die Geschichte des Waisenjungen Simon (Devon Bostick), der genau diese Meldung in der Schule übersetzen soll. Dabei identifiziert er sich so sehr mit dem ungeborenen Kind, dass er sich vorstellt, der Attentäter wäre sein toter Vater. In der für Egoyan typischen, mitunter provokativen Komplexität wird mit realen und imaginierten Rückblenden eine intensive Familiengeschichte erzählt. Ein nachdenklicher Film, der viele Fragen aufwirft, die wir heute unter "Post 9/11" subsummieren: die Ethik von Terrorismus, das Trügerische äußerer Eindrücke und die Art, wie Technologie Dialoge ermöglichen und dennoch die Wahrheit verhindern kann.
Regie
ATOM EGOYAN (*1960) zählt zu den renommiertesten Regisseuren Kanadas. Das preisgekrönte Drama Das süße Jenseits erhielt (1997) u.a. den Großen Preis der Jury in Cannes.
Info
Originaltitel: Adoration
Internationaler Titel: Adoration
Gattung: Spielfilm
Sektion: Agenda 08
Sprachfassung & Untertitel: Englisch OF
Regie & Drehbuch: Atom Egoyan
Besetzung/Protagonist*innen: Arsinée Khanjian, Devon Bostick, Scott Speedman, Rachel Blanchard
Produktionsländer: Kanada
Jahr der Produktion: 2008
Länge: 100 min
Produzent*innen: Atom Egoyan, Simone Urdl, Jennifer Weiss
Produktionsfirma: The Film Farm, Ego Films Art, Serendipity Point Films
Kamera: Paul Sarossy
Schnitt: Susan Shipton
Musik: Mychael Danna
Szenenbild: Phillip Barker
Weltvertrieb: Maximum Film International
Verleih in DE: Martin Kochendörfer, X Verleih AG




