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Filmmaker
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Focus

Das innovative Programmformat von FilmFest Hamburg widmet sich jedes Jahr zwei markanten Stimmen des internationalen Kinos. In diesem Jahr sind die polnische Regisseurin Małgorzata Szumowska und der mehrfach ausgezeichnete belgische Regisseur Lukas Dhont mit ihren jeweils aktuellen Filmen The Idiot(s) und Coward zu Gast. Frühere Werke der beiden und ausführliche Werkgespräche ergänzen das 2019 eingeführte Format.

Małgorzata Szumowska

Kostenfreies Werkgespräch
FR 25.09.  18:00
Metropolis

Małgorzata Szumowska ist nichts Menschliches fremd. Ihr Kino lotet die Abgründe seiner Figuren aus und nimmt deren Sehnsüchte und Neurosen in den Blick. Szumowska bietet den äußerlich wie innerlich Heimatlosen in ihren Filmen einen Ort. Hier werden sie sichtbar und können sich in ihrem Anderssein zeigen. Das Leben und Denken der 53-Jährigen ist vom Leiden an ihrer polnischen Heimat geprägt, welches sie häufig in Formen der Satire und des schwarzen Humors  übersetzt. »Was mir aufstößt«, sagte sie einmal in einem Interview, »sind der tief wurzelnde, unhinterfragte Katholizismus, Heuchelei, Menschenfeindlichkeit, der Mangel an Toleranz und die Blindheit für alles, was anders oder neu ist.« Małgorzata Szumowska hat mit ihrer Arbeit zahlreiche
Preise gewonnen – darunter in Locarno und Berlin – und zählt zu den renommiertesten und weltweit am stärksten wahrgenommenen polnischen Regisseur*innen. Während ihres Regiestudiums an der Filmhochschule Łódź lernte sie den Kameramann Michał Englert kennen, mit dem sie seitdem eine kreative Partnerschaft verbindet. Über die Bildgestaltung hinaus ist er seit 2013 an den Drehbüchern mitbeteiligt und führte bei den letzten drei Filmen Co-Regie. »Mit Michał Englert bin ich mir einig über die Art von Kino, die wir erschaffen möchten. Wir vertrauen uns gegenseitig, und es scheint mir, dass wir immer größere Risiken eingehen können.«

 

The Idiot(s)

Body 

Die Maske

Lukas Dhont

Kostenfreies Werkgespräch
MI 30.09.  18:00
Metropolis

Lukas Dhont ist ein Schöpfer der Zartheit. Mit einer Sensibilität wie sonst kaum jemand erforscht er die Fragilität seiner Figuren und die Beziehungen zwischen ihnen. Dhont studierte audiovisuelle Künste an der Königlichen Akademie für Schöne Künste in Antwerpen und wollte ursprünglich Tänzer werden. Seine Faszination für Choreografie hat sich in seiner Filmarbeit erhalten. Ihm geht es weniger um ausgeklügelte Dialoge und Settings, mehr um fließend inszenierte Bewegungen im Raum. Für Girl wurde der belgische Regisseur in Cannes mit dem Preis für den besten Darsteller, der Caméra d’Or für das beste Debüt, dem FIPRESCI-Preis der Filmkritik und der Queer Palm ausgezeichnet. Hinzu kam der Europäische Filmpreis in der Kategorie »Europäische Entdeckung des Jahres«.  Close wurde 2022 in Cannes mit dem »Großen Preis der Jury« ausgezeichnet, außerdem war der Film belgischer Oscar-Kandidat.

 

 

Coward

Girl

Close