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Filme im März

Gesellschaftliche Machtfragen, soziale Realität und poetische Fantasie: Fünf Filme aus dem Programm von FILMFEST HAMBURG starten im März 2026 in den Kinos.

 

Mit No Mercy begibt sich Regisseurin Isa Willinger auf eine filmische Spurensuche nach der Bedeutung weiblicher Autorschaft im Kino. Ausgangspunkt ist ein prägender Satz der ukrainischen Regisseurin Kira Muratova: »Frauen machen die härteren Filme!« Was verbirgt sich hinter dieser Behauptung, gerade in einer Branche, in der Weiblichkeit oft mit Empathie und Sanftheit gleichgesetzt wird? Willinger erzählt von Filmemacherinnen wie Ana Lily Amirpour, Catherine Breillat, Virginie Despentes, Alice Diop, Monika Treut, Julia Ducournau und Céline Sciamma und verbindet ihre Stimmen zu einer vielschichtigen Reflexion über Blickregime, Machtstrukturen und gesellschaftliche Zuschreibungen. Der Film läuft ab dem 5. März im Kino (Verleih: Real Fiction Filmverleih).

 

Ebenfalls am 5. März startet Jeunes Mères – Junge Mütter von Jean-Pierre Dardenne und Luc Dardenne. Im Zentrum stehen fünf junge Frauen: Jessica, Perla, Julie, Naïma und Ariane, die gemeinsam in einem Heim für alleinerziehende Mütter leben. Jede von ihnen bringt eine eigene Geschichte mit, geprägt von prekären Verhältnissen, familiären Konflikten und fehlender Unterstützung. Zwischen Hoffnung und Überforderung kämpfen sie darum, ihren Kindern ein stabileres Leben zu ermöglichen als das eigene. Mit großer Nähe und ohne Sentimentalität zeichnen die Dardenne-Brüder ein eindringliches Bild von Solidarität, Verantwortung und dem Versuch, unter schwierigen Bedingungen neue Perspektiven zu entwickeln. (Verleih: Wild Bunch Germany)

 

Am 19. März folgt mit La Grazia der neue Film des italienischen Regisseurs Paolo Sorrentino. Mariano De Santis (Toni Servillo), Präsident der Italienischen Republik, steht kurz vor dem Ende seiner Amtszeit. Zwei heikle Gnadengesuche verlangen eine Entscheidung und führen ihn in einen tiefen Gewissenskonflikt, der untrennbar mit seinem Privatleben verwoben ist. Zwischen politischer Verantwortung, religiöser Prägung und persönlichen Zweifeln entsteht das Porträt eines Mannes, der Macht nicht als Privileg, sondern als moralische Verpflichtung begreift (Verleih: MUBI Deutschland GmbH).

 

Mit Die Schatzsuche im Blaumeisental bringt Regisseur Antoine Lanciaux am 26. März ein sommerliches Abenteuer für junges Publikum auf die große Leinwand. Die neunjährige Lucie verbringt die Ferien bei ihrer Mutter, einer Archäologin, auf dem Land. Als ein Blaumeisenpaar sie zu einem geheimnisvollen Schlüssel führt, beginnt für Lucie und ihren neuen Freund eine Reise, die sie einem verborgenen Familiengeheimnis und der Geschichte des Dorfes näherbringt. (Verleih: Luftkind Filmverleih GmbH).

 

Ebenfalls am 26. März startet A Useful Ghost von Regisseur Ratchapoom Boonbunchachoke in den Kinos. In der Fabrik von Marchs Familie häufen sich rätselhafte Vorfälle: Nach einem Arbeitsunfall scheinen Produkte von einem Geist besessen, schließlich kehrt Marchs verstorbene Frau Nat in ungewöhnlicher Gestalt zurück. Boonbunchachoke erzählt von Liebe, Verlust und familiären Erwartungen und verbindet die originelle Prämisse mit einem feinen Blick auf gesellschaftliche Konventionen und die politische Geschichte Thailands (Verleih: Little Dream Pictures Hamburg GmbH).