
Filme im März
1. April 2026
Zwischen Nähe und Erinnerung, Macht und Identität, Kunst und Wirklichkeit: Sieben Filme aus dem Programm von FILMFEST HAMBURG starten im April 2026 in den Kinos.
Mit Als wäre es leicht erzählt Regisseur Milan Skrobanek eine außergewöhnlichen Liebesgeschichte. Kati ist gehörlos, Florian blind und doch entsteht zwischen ihnen eine Verbindung, die sich gängigen Vorstellungen von Kommunikation entzieht. Gemeinsam kämpfen sie an gegen äußere Zweifel und innere Unsicherheiten. (Verleih: Port au Prince Pictures, 2. April).
In Romería – Das Tagebuch meiner Mutter von Carla Simón geht es um die 18-jährige Marina, die nach dem frühen Tod ihrer Eltern bei der Familie ihrer Mutter in Katalonien aufwächst. Für einen Stipendienantrag reist sie nach Vigo an die Atlantikküste, um dort die Familie ihres Vaters kennenzulernen. Menschen, die ihr bislang völlig fremd sind. Mit dem Tagebuch ihrer Mutter als Wegbegleiter begibt sich Marina auf eine emotionale Suche nach Herkunft, Erinnerung und der Wahrheit über ihre Familiengeschichte (Verleih: Piffl Medien GmbH, 2. April).
Die Goldene-Palme-Gewinnerin Julia Ducournau folgt in Alpha einem 13-jährigen Mädchen, das in den 19080er-Jahren mit ihrer Mutter, einer Ärztin, in Le Havre lebt. Als das Gerücht aufkommt, Alpha habe sich mit einer geheimnisvollen Krankheit infiziert, verändert sich ihre Welt schlagartig. Das Virus, das Menschen langsam zu Marmorstatuen werden lässt, wird in Ducournaus Film zur eindringlichen Allegorie auf die AIDS-Epidemie und zugleich zu einem Bild für Angst, Ausgrenzung und den Zerfall familiärer Strukturen. Julia Ducournau war 2025 als Filmmaker in Focus bei FILMFEST HAMBURG zu Gast. (Verleih: PLAION PICTURES, 2. April).
Mit The History of Sound kommt das neue Werk von Regisseur Oliver Hermanus auf die große Leinwand. Im Jahr 1917 verlässt Lionel, gespielt von Paul Mescal, die Farm seiner Familie, um am Boston Music Conservatory zu studieren. Dort begegnet er David, gespielt von Josh O’Connor. Einige Jahre später ziehen die beiden gemeinsam durch Maine, um traditionelle Folksongs zu sammeln und für kommende Generationen zu bewahren. Auch nachdem sich ihre Wege trennen, bleibt die Erinnerung an diese Zeit für Lionel prägend. (Verleih: Universal Pictures, 9. April).
Mit Paris Murder Mystery (A Private Life) bringt Regisseurin Rebecca Zlotowski einen atmosphärischen Thriller ins Kino. Die amerikanische Psychiaterin Lilian Steiner (Jodie Foster) lebt seit vielen Jahren in Paris und wird durch den rätselhaften Tod einer Patientin aus ihrer gewohnten Ordnung gerissen. Während die Polizei von Suizid ausgeht, beginnt Lilian gemeinsam mit ihrem Ex-Mann selbst Nachforschungen anzustellen. Je tiefer sie in den Fall eindringt, desto mehr gerät auch ihr eigenes Leben ins Wanken. (Verleih: PLAION PICTURES, 17. April).
Suzannah Mirghani präsentiert mit Cotton Queen ihr Spielfilmdebüt: In einem sudanesischen Baumwoll-Dorf wächst die junge Nafisa mit den Geschichten ihrer Großmutter aufwächst. Als ein ausländischer Geschäftsmann mit verändertem Saatgut und großen Entwicklungsversprechen auftaucht, wird das Leben der Gemeinschaft grundlegend erschüttert. Nafisa gerät in einen Konflikt um Land, Einfluss und Zukunft und entdeckt dabei ihre eigene Stärke. (Verleih: jip film & verleih, 23. April).
Gavagai von Regisseur Ulrich Köhler erzählt von Schauspielerin Maja, gespielt von Maren Eggert, die sich während der Dreharbeiten zu einer umstrittenen Medea-Neuverfilmung im Senegal auf eine Affäre mit ihrem Kollegen Nourou einlässt. Monate später treffen sich beide bei der Premiere in Berlin wieder, wo ihre Gefühle erneut aufflammen. Doch ein rassistischer Vorfall überschattet das Wiedersehen und verschärft die Spannungen zwischen den Beteiligten. Während sich auf der Leinwand die antike Tragödie entfaltet, beginnen auch im echten Leben Kunst und Realität auf beunruhigende Weise ineinanderzugreifen (Verleih: Port au Prince Pictures, 30. April).



