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Filme im Februar

Politisches Kino, animierte Fantasie und eindringliche Gegenwartsbeobachtungen. Sechs Filme aus dem Programm von FILMFEST HAMBURG starten im Februar 2026 in den Kinos.

 

Mit Ein Kuchen für den Präsidenten erzählt der irakische Regisseur Hasan Hadi eine ebenso berührende wie poetische Geschichte aus dem Irak der 1990er-Jahre. Während Saddam Hussein landesweite Feierlichkeiten zu seinem Geburtstag anordnet, gerät die neunjährige Lamia in eine scheinbar ausweglose Situation: Sie soll für ihre Schule den Festkuchen backen, in einem Land, das von Mangel und Lebensmittelknappheit geprägt ist. Gemeinsam mit ihrem Mitschüler Saeed und begleitet von ihrem Hahn Hindi begibt sie sich auf eine zweitägige Suche nach Zutaten. Zwischen Improvisation und Hoffnung entfaltet sich ein kindlicher Blick auf ein repressives System. Der Film läuft ab dem 5. Februar auf der großen Leinwand (Verleih: Vuelta Germany).

Ab dem 12. Februar kommt mit Der letzte Walsänger ein Animationsfilm für junges Publikum auf die große Leinwand. Regisseur Reza Memari entwirft eine fantasievolle Unterwasserwelt, in der Musik über das Schicksal der Ozeane entscheidet. Der junge Buckelwal Vincent ist der Sohn des letzten Walsängers, dessen Gesang die Meere beschützt. Nach dem Verlust seiner Eltern sieht sich Vincent Jahre später einer neuen Bedrohung gegenüber: Ein uraltes Wesen erhebt sich aus dem schmelzenden Eis. Um die Ozeane zu retten, muss Vincent seinen eigenen Klang finden, unterstützt von dem ängstlichen Putzerfisch Walter und der vorlauten Orca-Dame Darya. Der Film war Teil des Programms vom MICHEL Kinder und Jugend Filmfest (Verleih: Little Dream Pictures).

Ebenfalls am 12. Februar startet Once Upon A Time In Gaza in den Kinos. Der Film (Regie: Tarzan Nasser und Arab Nasser) spielt im Jahr 2007 und folgt dem jungen Studenten Yahya, der in Gaza eine ungewöhnliche Freundschaft mit dem selbstbewussten Restaurantbesitzer Osama eingeht. Gemeinsam steigen sie in ein riskantes Geschäft ein: Drogenhandel getarnt als Essenslieferungen. Als ein korrupter Polizist und dessen Machtfantasien ins Spiel kommen, gerät die Situation außer Kontrolle. Parallel wird Yahya unverhofft Teil eines Actionfilms, finanziert von der Hamas und gedreht mit echten Waffen (Verleih: IMMERGUTEFILME Filmdistribution).

Mit Made in EU richtet der bulgarische Regisseur Stephan Komandarev einen präzisen Blick auf soziale Ungleichheit innerhalb Europas. Der Film, der ab dem 19. Februar in den Kinos läuft, spielt im März 2020 und folgt Iva, die in einer Textilfabrik im ländlichen Bulgarien »Made in EU«-Etiketten in Kleidungsstücke näht, während sie selbst kaum genug zum Leben hat. Als sie unter diffusen gesundheitlichen Beschwerden leidet, stößt sie bei Ärzt*innen und Arbeitgebern auf Gleichgültigkeit. Erst ein positiver Covid-Test bringt Aufmerksamkeit, allerdings mit fatalen Folgen: Iva wird zum ersten offiziell registrierten Corona-Fall ihrer Kleinstadt und zunehmend zur Projektionsfläche für Angst, Misstrauen und Schuldzuweisungen (Verleih: jip film & verleih).

 

Ebenfalls am 19. Februar startet der Film Zwei Staatsanwälte (Regie: Sergei Loznitsa). Die Sowjetunion der 1930er-Jahre: in einer Welt, in der die Briefe politischer Gefangener systematisch vernichtet werden, erreicht den jungen Staatsanwalt Alexander Kornjew dennoch die Nachricht eines inhaftierten Kollegen. Überzeugt, dass ein Fehler oder gar eine Verschwörung vorliegt, beginnt Kornjew nachzuforschen und begibt sich damit auf einen gefährlichen Weg innerhalb eines repressiven Systems. Basierend auf dem Roman des Schriftstellers Georgi Demidow legt der Film einen Staatsapparat offen, der von innen heraus ausgehöhlt ist und in dem Geheimdienste und Angst das gesellschaftliche Leben bestimmen (Verleih: PROGRESS Film).

Mit Souleymans Geschichte bringt Regisseur Boris Lojkine ab dem 19. Februar ein intensives Gegenwartsdrama in die Kinos. Der Film begleitet Souleymane, einen jungen Mann aus Guinea, der als Fahrradkurier durch Paris rast. Während er Essen ausliefert, geht er immer wieder seine eigene Geschichte durch, denn in zwei Tagen steht die entscheidende Anhörung für seinen Asylantrag an. Zwischen Ausbeutung in der Gig Economy, Abhängigkeiten innerhalb der migrantischen Community und der ständigen Sorge um einen Schlafplatz kämpft Souleymane um Würde und Perspektive (Verleih: Film Kino Text).