Inhalt
Acht jüdische Frauen im Alter von über 80 Jahren stehen im Mittelpunkt von Mirjam Ungers Dokumentarfilm. Als junge Mädchen wurden sie mit Kindertransporten vor den Nazis aus Wien nach London gebracht. Von dort reisten sie nach New York, wo sie heute noch leben. Für alle bleibt die Reise eine traumatische Erfahrung. Unger befragt ihre Protagonistinnen nach den Erinnerungen und zeichnet dabei nicht nur die Lebenswege der Emigrantinnen nach, sondern folgt den Frauen in den Alltag, auf den Times Square, zum Friseur... Das Porträt einer lebendigen jüdischen Gemeinschaft entsteht. Wien bleibt dabei nicht nur über Sachertortenrezepte präsent, sondern vor allem über die sprachliche Färbung, melodisch wird zwischen Deutsch und Englisch gewechselt. So bleibt die Vergangenheit zwar Bestandteil dieser Milieubeschreibung. Aber das Maß für ein geglücktes Leben ist hier nur die Gegenwart.
Regie
Mirjam Unger (*1970) studierte Regie an der Filmakademie Wien. Für ihren ersten Dokumentarfilm Vienna’s Lost Daughters (FILMFEST HAMBURG 007) wurde sie bei der Diagonale in Graz mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. 2013 zeigte FILMFEST HAMBURG hr Musikerinnen-Porträt Oh Yeah, She Performs!.
Info
Originaltitel: Vienna's Lost Daughters
Internationaler Titel: Vienna's Lost Daughters
Gattung: Dokumentarfilm
Sektion: Agenda 07
Sprachfassung & Untertitel: Deutsch, Englisch OF
Regie: Mirjam Unger
Drehbuch: Sonja Ammann, Lisa Juen, Mirjam Unger
Produktionsländer: Österreich
Jahr der Produktion: 2007
Länge: 87 min
Produzent*innen: Nina Kusturica, Eva Testor
Produktionsfirma: Mobilefilm Produktion
Kamera: Eva Testor
Schnitt: Nina Kusturica
Weltvertrieb: Autlook Filmsales GbR




