Inhalt
Vor dem Hintergrund des Militärputsches am 11. September 1973 erzählt der chilenische Regisseur Andrés Wood die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft: Gonzalo (Matías Quer) und Pedro (Ariel Mateluna) sind elf Jahre alt. Beide leben in Santiago – der eine allerdings in einem wohlhabenden Stadtteil, der andere in einer illegalen Armensiedlung. Obwohl nur ein paar Blocks voneinander entfernt, trennt eine unsichtbare Mauer die Welten der Kinder. Der engagierte Priester McEnroe (Ernesto Malbran) wagt, in seiner Schule auch Kinder aus der Siedlung aufzunehmen. Während sich Pedro und Gonzalo zaghaft anfreunden, steht ihre Heimat vor der größten politischen Umwälzung ihrer Geschichte. Zwischen Melancholie und Enthusiasmus schuf Andrés Wood einen poetischen, hoch politischen Film, dessen besonderer Charme in seiner Perspektive liegt. Wood: "Die größte Sünde wäre gewesen, alles zu erzählen. Vom pädogischen Experiment bis zur politischen Lage. Wir beschränken uns auf das, was die Kinder uns zeigen wollen." Ein ungewöhnlich berührender Film.
Regie
ANDRÉS WOOD (*1965) studierte Wirtschaftswissenschaften in Chile und Filmproduktion in New York. Seine Filme sind an den Kinokassen in Chile und auf den internationalen Festivals sehr erfolgreich. Bei FILMFEST HAMBURG war er bereits 2004 mit Machuca zu Gast.
Info
Originaltitel: Machuca
Gattung: Spielfilm
Sektion: Vitrina
Sprachfassung & Untertitel: Spanisch OF
Regie: Andrés Wood
Drehbuch: Roberto Brodsky, Mamoun Hassan
Besetzung/Protagonist*innen: Matías Quer, Ariel Mateluna, Manuela Martelli, Aline Küppenheim
Produktionsländer: Chile, Spanien, Vereinigtes Königreich, Frankreich
Jahr der Produktion: 2003
Länge: 120 min
Produzent*innen: Gerardo Herrero, Andrés Wood
Produktionsfirma: Tornasol Films S.A. (APC)
Kamera: Miguel J. Uttín
Schnitt: Fernando Pardo
Musik: Jose Miguel Miranda, Jose Miguel Tobar
Szenenbild: Rodrigo Bazaes
Weltvertrieb: Massimo Saidel




