Inhalt
Teshanj, eine Stadt in Bosnien. Nette Leute, ein Marktplatz, Traditionen, Nachbarschaft. Unter der Oberfläche: ethnische Intoleranz, Kriminalität, Prostitution, Korruption. Die Neuigkeit, US-Präsident Clinton wolle das Städtchen besuchen und Ehrenbürger werden, wenn es ihm gefalle, schlägt ein wie eine Bombe. Eine Woche bleibt den Bewohnern, den Ort auf Vordermann zu bringen. Aber kann man eine Demokratie in sieben Tagen aufbauen? "Nach meinen Kriegsdokumentationen wünschte ich mir, Filme über den Frieden zu machen. Aber dann entdeckte ich, dass Frieden schrecklicher als Krieg sein kann", sagt Regisseur Pjer Zalica über sein Spielfilmdebüt und spielt auf die Verwundungen seines Landes an. Am Anfang des Films spricht ein alter Mann mit seinem Sohn - der im Krieg gestorben ist. Am Ende bittet jemand denselben Geist, sich endlich zu verabschieden. Die Botschaft des Films: Gebt der Gegenwart mehr Zeit. Kraftvoll, derb, schwarzhumorig und mit einem mitreißenden Gespür für tragisches Pathos erzählt Pjer Zalica eine verrückt-witzige Polit-Satire aus Bosnien zwei Jahre nach dem kalten Frieden.
Info
Originaltitel: Gori Vatra
Gattung: Spielfilm
Sektion: Hauptprogramm
Sprachfassung & Untertitel: Englisch, Serbisch, Bosnisch OF
Regie & Drehbuch: Pjer Zalica
Besetzung/Protagonist*innen: Enis Beslagic, Bogdan Diklic, Jasna Zalica, Sasa Petrovic
Produktionsländer: Österreich, Türkei, Bosnien und Herzegowina, Frankreich
Jahr der Produktion: 2003
Länge: 105 min
Produzent*innen: Ademir Kenović
Produktionsfirma: Refresh Production
Kamera: Mirsad Herovic
Schnitt: Almir Kenovic
Musik: Sasa Losic
Szenenbild: Kemal Hrustanovic
Weltvertrieb: Flach Pyramide International




