Inhalt
Am 31. August 1939 stürmte eine Gruppe von SS-Leuten, als polnische Freischärler verkleidet, den Sender Gleiwitz und verlas eine Kampfansage gegen Deutschland. Kopf der fingierten Provokation, die Hitler den Grund für einen Einmarsch in Polen lieferte, war der SS-Hauptsturmführer Alfred Helmut Naujocks. Er gab auch den Befehl, einen KZ-Häftling vor Ort zu erschießen und ihn – ebenfalls in einer polnischen Uniform – als vermeintlichen Beweis zurückzulassen. Das Doku-Drama rekonstruiert die Ereignisse von damals minutiös und in streng stilisierten Schwarzweiß-Bildern. Zur Zeit seines Erscheinens von DDR-Kulturfunktionären als "formalistisch" kritisiert, gilt der Film heute als eines der bedeutendsten Werke antifaschistischer Kunst.
Regie
Gerhard Klein (1920-1970) wurde mit Der Fall Gleiwitz international bekannt. Zusammen mit dem Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase machte er eine Reihe von Berlin-Filmen, darunter auch Berlin – Ecke Schönhauser (1957), einem der wichtigsten DEFA-Filme der 50er-Jahre.
Info
Originaltitel: Der Fall Gleiwitz
Gattung: -
Sektion: DDR Deluxe
Sprachfassung & Untertitel: Deutsch OF mit engl. UT
Regie: Gerhard Klein
Drehbuch: Wolfgang Kohlhaase, Günther Rücker
Besetzung/Protagonist*innen: Hannjo Hasse, Herwart Grosse, Hilmar Thate, Georg Leopold, Wolfgang Kalweit, Rolf Ripperger, Christoph Beyertt
Produktionsländer: German Democratic Republic
Jahr der Produktion: 1961
Länge: 67 min
Produktionsfirma: DEFA Studio für Spielfilme
Kamera: Jan Čuřík
Schnitt: Evelyn Carow
Musik: Kurt Schwaen
Szenenbild: Gerhard Helwig
Weltvertrieb: Deutsche Kinemathek
Verleih in DE: Deutsche Kinemathek





