Filmfest
#FFHH19
26.9. - 5.10.2019
Hamburg
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Die FILMFEST HAMBURG Jury 2019 FILMFEST HAMBURG konnte auch in diesem Jahr namhafte Regisseur·innen, Produzent·innen, Schauspieler·innen und andere Kulturschaffende gewinnen, die als Jury-Mitglieder die Preisträger in den verschiedenen Sektionen des Festivals bestimmen.

Hamburger Produzentenpreis für Deutsche Kinoproduktionen

Susanne Wolff

Susanne Wolff absolvierte ihre Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. Von 1998 bis 2009 gehörte sie dem Ensemble des Thalia Theaters Hamburg an. Zusammen mit dem Intendanten Ulrich Khuon wechselte sie dann ans Deutsche Theater Berlin. Am Theater arbeitete sie unter anderem mit den Regisseuren Armin Petras, Robert Wilson, Andreas Kriegenburg, Stephan Kimmig, Michael Thalheimer und Johann Kresnik zusammen. Sie wurde für ihre Theaterarbeit mit dem 3Sat-Preis sowie dem Rolf Mares Preis ausgezeichnet. Zu Susanne Wolffs Filmrollen gehören unter anderem Rückkehr nach Montauk (2017, R: Volker Schlöndorff) und Styx (2018, R: Wolfgang Fischer).

Sebastian Thümler

Sebastian Thümler absolvierte seine Ausbildung zum Editor nach verschiedenen Praktika zwischen 1995 und 1997 beim NDR. Nach Abschluss der Ausbildung arbeitete er ab Oktober 1997 als freier Filmeditor. Thümler war von 1999 bis 2001 an der NDR-Kinderserie Die Pfefferkörner beteiligt und gewann gleich für seinen ersten Kinofilm Chiko (2008) den Deutschen Filmpreis für den besten Schnitt. Mit Regisseur Özgür Yildirim arbeitete Thümler später unter anderem bei Blutsbrüdaz (2011) und Nur Gott kann mich richten (2017) erneut zusammen. Seit 2002 arbeitet er auch als Dozent für Filmschnitt an der IFS Köln, und an der Filmakademie Baden-Württemberg.

İlker Çatak

İlker Çatak ist Berlin geboren worden und wuchs in Istanbul auf. Çatak absolvierte ein Studium der Film & Fernsehregie in Berlin und an der Hamburg Media School. Sein Abschlussfilm Sadakat wurde international mit vielen Preisen bedacht, bevor er 2015 den Studenten-Oscar in Gold gewann.
2017 folgte Çataks Langfilmdebüt mit der Verfilmung des preisgekrönten Jugendromans Es war einmal Indianerland. Cataks zweiter Kinofilm, Es gilt das gesprochene Wort, wurde beim Filmfest München u.a. mit dem Preis für das beste Drehbuch ausgezeichnet und läuft aktuell im Kino, sein dritter Spielfilm Räuberhände wird voraussichtlich 2020 auf die Leinwand kommen.

Hamburger Produzentenpreis für Europäische Kino-Koproduktionen

Ivan Marković

Jugoslawischer Kameramann und Regisseur. Zu seinen jüngsten Arbeiten als Kameramann gehören All the Cities of the North (2016) von Dane Komljen, You Have the Night (2018) von Ivan Salatic und Ich war zuhause, aber... von Angela Schanelec, die auf der Berlinale 2019 den Silbernen Bären gewann. Der Kurzfilm White Bird, den er zusammen mit Linfeng Wu inszenierte, hatte seine Premiere bei der Berlinale Shorts 2016. Im Jahr 2018 hatte sein experimenteller Dokumentarfilm Centar seine Premiere auf dem Doclisboa Film Festival. Ab morgen werde ich, ein Spielfilm, den er zusammen mit Linfeng Wu inszenierte, lief 2019 im Berlinale Forum und erhielt den Großen Preis beim Internationalen Filmfestival Jeonju 2019.

András Siebold

Geboren 1976 in Zürich, hat Siebold Philosophie und Kulturwissenschaft in Berlin studiert und für Künstler wie Jan Bosse und Robert Wilson, Kunstausstellungen wie die documenta X und die Berlin Biennale und verschiedene Galerien gearbeitet. Nach einer Beschäftigung als Dramaturg am Theater Basel folgten vier Jahre an der Staatsoper Unter den Linden, wo er u.a. Projekte mit Jonathan Meese, Xavier Le Roy und Herzog&deMeuron initierte. 2007 ging er als Leitender Dramaturg mit der Intendantin Amelie Deuflhard nach Hamburg zu Kampnagel, wo er seit 2013 Künstlerischer Leiter des Internationalen Sommerfestivals ist und 2017 auch Ko-Kurator des Festivals Theater der Welt in Hamburg war.

Ivan Madeo

Seit seinem Universitätsabschluss in Filmjournalistik und Psychologie ist Madeo als Produzent in einigen der größten Werbeagenturen der Schweiz und Italiens tätig. Er führte bei Kurzfilmen Regie, bevor er 2009 die Produktionsfirmen Contrast Film Bern und Zürich gründet hat, mit der er bis heute vielfach prämierte Filme wie Der Kreis (2014 R: Stefan Haupt), Heimatland (2015, R: Lisa Blatter, Gregor Frei) und Der Läufer (2018, R: Hannes Baumgartner) und produziert. Madeo wurde beim Filmfestival in Cannes 2017 als Schweizer »Producer on the Move« ausgezeichnet. Er ist im Vorstand des Schweizer Filmproduzentenverbands, Mitglied der European Film Academy, der Schweizer Filmakademie und der Fachkommission Dokumentarfilm beim Bundesamt für Kultur.

Hamburger Produzentenpreis für Deutsche Fernsehproduktionen

Natja Brunckhorst

Natja Brunckhorst wurde bekannt, als sie mit 13 Jahren die Hauptrolle in dem Kinofilms Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (2001) übernahm. Später studierte sie an Schauspielschule Bochum und war unter anderem in Dominik Grafs Löwe, Tiger, Panther sowie Der Krieger und die Kaiserin von Tom Tykwer zu sehen. Heute arbeitet Brunckhorst erfolgreich als als Drehbuchautorin und Regisseurin. Ihr Drehbuch für den Kinofilm Feuer und Flamme wurde 2002 mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Ihr letzter Film Amelie rennt feierte seine Premiere bei der Berlinale 2017. Mit ihrer Produktionsfirma Green Room Film ist Brunckhorst seit 2012 auch als Produzentin tätig.

Friedrich Wildfeuer

Jurastudium an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Beginn der beruflichen Laufbahn 1988 bei VPS Filmentertainment, danach Referatsleiter beim ZDF in Mainz, sowie von 1992 bis 1998 als Ressortleiter Fiction bei RTL, wo er unter anderem Hinter Gittern verantwortete.Im Jahre 1999 war Wildfeuer Mitbegründer der Typhoon AG und dort als Gesellschafter, Vorstand und Produzent bis Juni 2008 tätig und produzierte dort unter anderem Das Experiment (2001, R: Oliver Hirschbiegel) und Freischwimmer (2007, R: Andreas Kleinert). Seit September 2007 ist er als Produzent bei der Constantin Television GmbH tätig. Von 2007 bis 2018 übte er ebenfalls das Amt des Geschäftsführers bei der Constantin Television GmbH aus.

Ilona Schultz

Ilona Schultz hat an der Universität Hamburg Film studiert und lernte dort Ulrike Grote kennen, mit der sie im Jahr 2006 die Produktionsfirma Fortune Cookie Film gegründet hat. Dort produzierte sie 2011 den Dokumentarfilm Wärst Du lieber tot? (R: Christina Seeland), der den Deutschen Fernsehpreis für die beste Dokumentation erhielt. 2012 folgte der erste Kinofilm Die Kirche bleibt im Dorf bei dem Ulrike Grote für Buch und Regie verantwortlich zeichnete. Der Film brachte fast 500.000 Zuschauer in die Kinos und führte zu der Produktion einer gleichnamige Fernsehserie für den SWR.

Sichtwechsel Filmpreis

Tatjana Turanskyj

Studierte in Frankfurt am Main Literaturwissenschaft, Soziologie und Medienwissenschaft. Vor und während ihres Studiums wirkte Turanskyj als Darstellerin in Inszenierungen von Einar Schleef mit. Zu ihren Filmen, die auch auf internationalen Festivals liefen, zählen Petra (2003), Remake (2005), Eine flexible Frau (2010), Top Girl oder la déformation professionnelle (2014) und Orientierungslosigkeit ist kein Verbrechen (2017) zusammen mit Marita Neher. Turanskyj unterrichtet darüber hinaus an verschiedenen Hochschulen und ist Mitbegründerin und Vorstandsmitglied von Pro Quote Film, einer Organisation, die sich für Gleichberechtigung und Diversität im Film- und Medienbereich einsetzt.

Rita Thiele

Nach ihrem Studium der Geschichte, Germanistik und Theaterwissenschaft in Köln arbeitete Thiele ab 1984 am Landestheater Tübingen und dann am Schauspielhaus Kiel. Ab 1990 war sie Dramaturgin und Mitglied der Direktion Claus Peymanns am Burgtheater Wien, 1999 wechselte sie in derselben Funktion an das Berliner Ensemble. Von 2001 bis 2006 war sie Chefdramaturgin und stellvertretende Intendantin am Düsseldorfer Schauspielhaus, ab 2007 am Schauspiel Köln, wo sie im Jahr 2011 von der Zeitschrift »Theater heute« zur »Dramaturgin des Jahres« gewählt wurde. Seit der Spielzeit 2013/14 ist Rita Thiele Chefdramaturgin und stellvertretende Intendantin am Deutschen SchauSpielHaus Hamburg.

Slawomir Sierakowski

Polnischer Soziologe und politischer Kommentator u.a. für die New York Times und die Zeit. Er ist Gründer und Vorsitzender von Krytyka Polityczna (Politische Kritik), einer osteuropäischen Bewegung von liberalen Akademikern, Künstlern und Aktivisten. Er ist außerdem Direktor des Institute for Advanced Study in Warschau, Präsident der Stanisław Brzozowski Association und Senior Fellow bei der DGAP (Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V.). Als Schauspieler und Autor arbeitet Sławomir Sierakowski mit der niederländisch-israelischen Künstlerin Yael Bartana zusammen. Daraus entstand 2008 das Projekt Mary Koszmary, aus dem mittlerweile eine Filmtrilogie entwickelt wurde, sowie And Europe Will Be Stunned, das Polen 2011 in der Biennale di Venezia vertrat.

Der Politische Preis der Friedrich-Ebert-Stiftung

Barbara Duden

Barbara Duden ist Mitglied der SPD seit 1976 und gelernte Diplom-Bibliothekarin. Von 1978 bis 1991 war sie Mitglied der Bezirksversammlung Hamburg-Wandsbek. Seit 1991 ist Barbara Duden Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft und seit 2015 direkt gewählte Wahlkreisabgeordnete für den Wahlkreis Wandsbek. Der Hamburgischen Bürgerschaft gehört Barbara Duden seit 2004 als Vizepräsidentin an. In der SPD Fraktion bekleidet sie das Amt der Bildungspolitischen Sprecherin. Zwischen 2001 bis 2004 war sie stellv. Landesvorsitzende SPD Hamburg und Kreisvorsitzende der SPD Wandsbek.

Helena Wittmann

Nach dem Studium der Medienwissenschaften und Romanistik besuchte Wittmann die Hochschule für bildenden Künste (HFBK) in Hamburg, wo sie 2014 ihr Studium abschloss und von 2015 bis 2018 als wissenschaftliche Mitarbeiterin arbeitete. Ihre Filme wurden international auf Filmfestivals und in Ausstellungen gezeigt. Ihr Debütfilm Drift feierte 2017 bei den Filmfestspielen in Venedig in der Sektion »Settimana della Critica« seine Weltpremiere, wurde seitdem auf über 40 internationalen Filmfestivals gezeigt und mehrfach ausgezeichnet. Außerdem wirkt Wittman als Kamerafrau an Filmen anderer Regisseur•innen wie Luise Donschen mit.

Catarina Felixmüller

Hat von 2000 bis Oktober 2017 das Kulturressort im NDR Landesfunkhaus geleitet. Ihre journalistische Ausbildung machte sie bei den Harburger Anzeigen und Nachrichten. Sie studierte in Hamburg und in Wien Germanistik und Theaterwissenschaften. Am Schauspielhaus Wien war sie als Dramaturgin tätig. Zurückgekehrt nach Hamburg arbeitete sie als freie Journalistin und Moderatorin unter anderem für den NDR und zehn Jahre für Radio Bremen. Sie moderierte zahlreiche Kongresse, Workshops und Diskussionen zu den Themen Stadtentwicklung, Architektur, Politik und Kultur.

NDR Nachwuchspreis

Marc Brummund

Studierte Psychologie und Journalistik an der Uni Hamburg, Dokumentarfilm an der ZELIG Schule für Fernsehen und Film in Bozen und ist seit 1999 als Regisseur internationaler Werbefilme tätig. An der Hamburg Media School hat Brummund einige preisgekrönte Kurzfilme inszeniert und war 2007 mit seinem vierzigfach ausgezeichneten Abschlussfilm Land Gewinnen für den Studenten-Oscar nominiert. Sein erster Langfilm Freistatt gewann u.a. den Deutschen Drehbuchpreis (Lola in Gold), den MFG-Star und wurde auf dem Filmfestival Max Ophüls 2015 mit dem Publikumspreis, als auch mit dem Preis der Jugendjury prämiert. Als Regisseur und Autor entwickelt Brummund neue Kinostoffe und steht nebenbei für Krimireihen hinter der Kamera.

Dagmar Jacobsen

Produzierte Filme von Raoul Peck (Lumumba, 2000) Jeanine Meerapfel (Annas Sommer, 2001) und Benoît Jacquot (Tosca, 2001). Seit 1995 ist sie Geschäftsführerin der alias film & sprachtransfer GmbH, zu deren letzten Projekten die Synchronisation von Die schönen Tage von Aranjuez (2016) und Grenzenlos (2017) von Wim Wenders sowie Rückkehr nach Montauk (2017) von Volker Schlöndorff und die Untertitelung von Jupiter's Moon (2017) von Kornél Mundruczó gehörten, der im Internationalen Wettbewerb der 70. Internationalen Filmfestspiele von Cannes lief. Von 2006 bis 2010 leitete sie das Institut für Produktion der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Von 2012 bis 2016 war sie Vorstandsmitglied der Europäischen Filmakademie.

Knut Elstermann

Knut Elstermann wurde in Ostberlin geboren und studierte Journalistik an der Karl-Marx-Universität Leipzig. In der Folge arbeitete er als Redakteur bei verschiedenen DDR-Medien, wie Neues Deutschland und schrieb regelmäßig Kritiken für den Filmspiegel. Seit der Wende ist er als freier Moderator und Filmjournalist, vor allem für den MDR und den RBB tätig, wo er auf dem Sender radioeins das Filmmagazin »12 Uhr Mittags« moderiert. Elstermann ist zudem Autor von Büchern sowie zahlreichen Features für Fernsehen und Hörfunk, unter anderem über das Kino in Israel und Russland sowie die DEFA-Geschichte. Auf der Leinwand war er unter anderem als Radiomoderator in Andreas Dresens Halbe Treppe (2002) zu sehen.