Filmfest
#FFHH20
24.9. - 3.10.2020
Hamburg

Goldener Bär für Rasoulof
01.03.2020

Der iranische Regisseur Mohammad Rasoulof ist am Samstag in Berlin für seinen Film Es gibt kein Böses mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet worden. Da der im Iran verurteilte Regisseur sein Land nicht verlassen darf, fand die Preisverleihung ohne ihn statt. Die wichtigste Auszeichnung des Festivals nahmen seine Tochter Baran Rasoulof und die beiden Produzenten Farzak Pak und Kaveh Farnam entgegen.

In Es gibt kein Böses geht der Regisseur in vier Episoden der Frage nach, inwieweit Menschen in einer autoritären Herrschaft für ihr Handeln selbst verantwortlich sind, ganz gleich, was sie anderen antun. Deutscher Produzent ist die Hamburger Cosmopol Film.

Im Jahr 2005 war Mohammad Rasoulof erstmals bei FILMFEST HAMBURG zu Gast und ist dem Festival seitdem freundschaftlich verbunden. Sein Film Iron Island erhielt 2005 den Preis der Hamburger Filmkritik. Später liefen in Hamburg unter anderem The White Meadows und als Eröffnungsfilm 2011 Auf Wiedersehen, der seinerzeit aus dem Iran geschmuggelt werden musste. Nach der Konfiszierung seines Passes konnte Rasoulof 2017 nicht mehr an der Deutschlandpremiere seines Films A Man of Integrity bei FILMFEST HAMBURG teilnehmen. Der Film war zuvor in Cannes mit dem Hauptpreis der Sektion »Un Certain Regard« ausgezeichnet worden. Bei FILMFEST HAMBURG lief 2019 der Film Das rote Coupé von Ashkan Najafi, das Drehbuch schrieb Mohammad Rasoulof, der den Film auch mitproduzierte.

Foto: Alexander Janetzko/Berlinale 2020

 

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