Filmfest
#FFHH20
24.9. - 3.10.2020
Hamburg

Filmfest im Kino
13.02.2020

Einige Filme aus dem letztjährigen Programm sind bereits auf der Leinwand zu sehen oder starten aktuell im Kino.

 Heute ist der Starttermin für den isländischen Film Weißer, Weißer Tag von Hlynur Pálmason, ein packendes Drama um einen Mann, der die Trauer um seine Frau bis zur Obsession steigert (Verleih: Arsenal). Ingimundur, ein ehemaliger Polizist, hat vor zwei Jahren seine Frau bei einem tragischen Unfall verloren. Der Tod lastet schwer auf ihm, mühsam versucht er, seinen Schmerz umzuleiten – in die Sorge um seine Enkelin und die Renovierung seines Hauses. Als er beim Stöbern in alten Sachen auf Hinweise trifft, die auf eine vermeintliche Affäre seiner Frau schließen lassen, erwacht in Ingimundur sein alter kriminalistischer Spürsinn – und verstrickt ihn in eine Recherche, die immer wahnhaftere Züge annimmt. 

Seit Anfang Februar ist Ulrich Köhlers und Henner Wincklers Film Das freiwillige Jahr bundesweit auf Kinotour (Verleih: Grandfilm). Der Film ist eine sensible filmische Nahaufnahme über die Herausforderung, erwachsen zu werden. Jette (Maj-Britt Klenke) steht kurz davor, zu einem freiwilligen sozialen Jahr nach Südamerika aufzubrechen. Ihr alleinerziehender Vater Urs (Sebastian Rudolph) hat ihr dies nahegelegt, um zu verhindern, dass seine Tochter in der Provinz hängen bleibt. Doch Jette ist zerrissen zwischen ihrer Jugendliebe (Thomas Schubert) und dem Wunsch, den Erwartungen ihres Vaters gerecht zu werden. Am Flughafen entscheidet Jette sich gegen die Reise und versteckt sich tagelang vor ihrem Vater. Als Urs sie schließlich wiederfindet, muss er erkennen, dass er das Glück seiner Tochter nicht erzwingen kann. Mit genauem Blick begleitet der Film die beiden Protagonisten an einer wichtigen Wegmarke ihres Lebens. Am 16. Februar läuft der Film um 22.30 im Hamburger Abaton Kino.

Wer den Film Porträt einer jungen Frau in Flammen von Céline Sciamma verpasst hat, kann die feinsinnige Liebesgeschichte noch einmal in der Originalversion am 8. März um 11 Uhr im Rahmen der Frauen*Festpiele im Studio Kino sehen. Der Film erzählt von einem ungewöhnlichen Auftrag, der die Pariser Malerin Marianne (Noémie Marchant) im Jahr 1770 auf eine einsame Insel in der Bretagne führt: Sie soll heimlich ein Gemälde von Héloïse (Adèle Haenel) anfertigen, die bald verheiratet werden soll. Denn Héloïse weigert sich, Modell zu sitzen, aus Protest gegen die arrangierte Ehe. Marianne beobachtet Héloïse während ihrer Spaziergänge und malt abends aus dem Gedächtnis heraus ihr Porträt. Langsam wächst zwischen den eindringlichen Blicken eine unwiderstehliche Anziehungskraft.
Das neue Festival zeigt am 7. März um 20.30 Uhr -  noch vor dem offiziellen Kinostart am 23. April 2020 -  Katrin Gebbes Film Pelikanblut mit Douglas-Sirk-Preisträgerin Nina Hoss in der Hauptrolle (Verleih: DCM). Sie spielt eine Frau, deren Mutterinstinkt alle Grenzen überschreitet, als sich herausstellt, dass ihre fünfjährige Adoptivtochter aus Bulgarien eine ernste psychische Störung hat.