Filmfest
#FFHH20
24.9. - 3.10.2020
Hamburg

Fink und Filmfest
25.09.2019

Auch in diesem Jahr setzt FILMFEST HAMBURG die Medienpartnerschaft mit FINK.HAMBURG fort.
Während der Festivalzeit berichten 24 angehende Journalist·innen von den roten Teppichen, den Rahmenveranstaltungen und schreiben natürlich über Filme. Lena Frommeyer, Journalistin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der HAW Hamburg, hat den Newsroom von Fink mit aufgebaut. Im Interview spricht sie über die Kooperation:
Lena Frommeyer
Was ist das genau, die Fink Redaktion?

Lena Frommeyer: »FINK.HAMBURG ist ein digitales Stadtmagazin, das von Studierenden des Masterstudienganges »Digitale Kommunikation« im Newsroom der HAW Hamburg produziert wird. Wir berichten über alles, was in der Stadt Hamburg passiert und legen dabei gerne den Fokus auf studentische Themen. Mit dem Filmfest Hamburg arbeiten wir nun schon im dritten Jahr zusammen. Das ist immer eine extrem spannende Zeit für unsere Redakteur·innen, weil sie Regisseur·innen interviewen, Rezensionen schreiben sowie die Filmstadt Hamburg beleuchten können. Dabei lernen sie, wie Kulturberichterstattung funktioniert. Und sie stehen oft zum ersten Mal in ihrem Leben mit Kamera und Mikro am roten Teppich.«

Wie sieht ein typischer Tag in der Fink-Redaktion aus?

LF: »Wir beginnen jeden Morgen mit einer Redaktionskonferenz, in der Themen besprochen werden und die Termine des Tages: Wer geht zu welcher Pressekonferenz? Welche Artikel werden fertig? Welche Gastdozent·innen geben Input beispielsweise zu multimedialem Storytelling oder neuen Podcast-Formaten. Klassische Rollen in einer Redaktion, wie Chef·in vom Dienst, Newsticker, oder der Social-Media-Desk, werden immer von wechselnden Studierenden im Team belegt.«

Was reizt dich besonders an der Berichterstattung über das Filmfest Hamburg?

LF: »In Hamburg spielt das Medium Film eine große Rolle - im großen, wie im kleinen. Hier werden Blockbuster produziert und kleine Arthouse-Beiträge. Vor allem die Nischenthemen haben es mir persönlich angetan und ich bin froh, dass das Filmfest Hamburg auch viele kleine Produktionen zeigt, die es sonst nicht auf die große Leinwand schaffen würden. Dieses Spektrum auch in unserer Berichterstattung abzudecken, reizt mich besonders. Und zu sehen, wie unsere Studierenden im Laufe des Festivals lernen. Die professionell erstellten Texte, Videos, Fotos und Audiobeiträge zu sehen und zu hören, ist jedes Mal eine bewegende Angelegenheit.«

Auf welchen Film freust du dich am meisten?

LF: »Ganz klar: Gipsy Queen. Ein Sozialdrama, in dem eine junge Frau, die aus einem rumänischen Roma-Dorf stammt, in Hamburg um den sozialen Aufstieg kämpft. Gedreht wurde der Film in der Kultkneipe Ritze auf dem Kiez. Im Keller steht ein klassischer Ring in dem auch heute noch geboxt wird. Regisseur Hüseyin Tabak lebt in Hamburg. Ich auch. Und ich boxe ebenfalls. Der Film passt also zu mir, wie die Faust aufs Auge.«

Fotos: FINK-Redaktion (c) Benjamin Eckert; Lena Frommeyer (c) Sebastian Isacu