Filmfest
#FFHH18
27.9. - 6.10.2018
Hamburg
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Bewegende Welten
11.09.2018

FILMFEST HAMBURG zeigt in diesem Jahr 138 Filme aus 57 Ländern, darunter Preisträgerfilme von Sundance, Cannes, Locarno und Venedig. Eröffnet wird das Filmfest mit Gegen den Strom von Benedikt Erlingsson, eine poetische und scharfzüngige Komödie aus Island über eine mutige Frau, die gegen die lokale Aluminiumlobby kämpft. Abschlussfilm ist das bunte Biopic Loro von Paolo Sorrentino über den ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi. Der Douglas Sirk Preis geht an den iranischen Regisseur Jafar Panahi, der 2010 zu einem 20-jährigen Berufs- und Ausreiseverbot verurteilt wurde. Vor der Deutschlandpremiere von Panahis neuestem Film Drei Gesichter nimmt die Tochter des iranischen Regisseurs, Solmaz Panahi, gemeinsam mit der Hauptdarstellerin des Films, Behnaz Jafari, die Auszeichnung in Hamburg entgegen.

Seit 2001 hat das iranische Kino einen festen Platz bei FILMFEST HAMBURG. Gezeigt wurden unter anderem Filme von Abbas Kiarostami, Abofazl Jalili, Mohsen Makhmalbaf, Dariush Mehrjui, Ashgar Farhadi und Mohammad Rasoulof, der inzwischen eine enge Bindung zu Hamburg hat. Festivalleiter Albert Wiederspiel: »2009 haben wir die grüne iranische Oppositionsbewegung, deren Gallionsfigur Panahi war, von Hamburg aus sichtbar unterstützt. 2013 hat Jafar Panahi für uns die Reihe >Iran Deluxe< mit seinen persönlichen Meilensteinen des iranischen Kinos kuratiert und wir haben seine Filme Der Kreis, This Is Not a Film, The Accordion und Closed Curtain bei FILMFEST HAMBURG gezeigt. Es ist also längst überfällig und in diesen Zeiten, in denen auf der ganzen Welt immer mehr systemkritische Künstler*innen und Journalist*innen festgehalten, weggesperrt und an ihrer Arbeit gehindert werden, auch absolut notwendig, diesen mutigen Regisseur für sein künstlerisches Schaffen zu ehren.«

Nicht nur mit Jafar Panahi ist FILMFEST HAMBURG eng verbunden. Mehr als ein Viertel des diesjährigen Programms sind Filme von Regisseurinnen und Regisseuren, deren erste, zweite und dritte Filme bereits in den Vorjahren in Hamburg zu sehen waren und »deren künstlerische Entwicklung uns sehr am Herzen liegt«, so Wiederspiel. »Denn auch das ist die Aufgabe von Festivals: Talente finden, sie begleiten und fördern.«

Alte Bekannte, neue Talente & preisgekrönte Filme

Neben Jafar Panahis Drei Gesichter zeigt FILMFEST HAMBURG die aktuellen Arbeiten von »FILMFEST-Wiederkehrern« wie Yorgos Lanthimos (The Favourite,Großbritannien, Irland, USA), Philippe Lesage (Genesis,Kanada), Federico Veiroj (Belmonte,Urugay, Mexiko, Spanien), Wang Bing (Dead Souls,Frankreich, Schweiz), Christoffer Boe (Verachtung, Dänemark, Deutschland), Frederick Wiseman (Monrovia, Indiana, USA), Yolande Zauberman (M,Frankreich), Damien Chazelle (Aufbruch zum Mond, USA), Marcel Gisler (Mario,Schweiz), Félix Dufour-Laperrière (Ville Neuve,Kanada) und Lola Randl (Von Bienen und Blumen,Deutschland). Insgesamt 29 Debütfilme stehen auf dem diesjährigen Programm, darunter We are the Others von Jean-François Asselin (Kanada), The Harvesters von Etienne Kallos (Südafrika, Frankreich, Griechenland, Polen), In Love and War von Kasper Torsting (Dänemark, Deutschland, Tschechien), Firecrackers von Jasmin Mozaffari (Kanada), Ella und Nell von Aline Chukwuedo (Deutschland), Domestique von Adam Sedlák (Tschechien, Slowenien) und A Land Imagined von Siew Hua Yeo (Singapur, Frankreich, Niederlande), der beim Locarno Festival mit dem Goldenen Leoparden ausgezeichnet wurde. Weitere Preisträgerfilme sind ganz aktuell Roma von Alfonso Cuarón (Goldener Löwe, Internationale Filmfestpiele von Venedig), der erst nach Drucklegung des Programmhefts bestätigt wurde und bei FILMFEST HAMBURG am 30.09.2018 um 22.30 Uhr im CinemaxX 1 Dammtor läuft, The Favourite von Yorgos Lanthimos (Großer Preis der Jury, Internationale Filmfestspiele von Venedig), Butterflies von Tolga Koraçelik (Jurypreis Bester Spielfilm, Sundance Film Festival) und Dogman von Matteo Garrone (Silberne Palme, Bester Schauspieler: Marcello Fonte, Internationale Filmfestspiele von Cannes).

Schwerpunkt I: GeschichtsBilder

Eine große Anzahl von Filmen aus dem diesjährigen Programm widmen sich sektionsübergreifend der Zeitgeschichte, reiben sich an ihr, hinterfragen, decken auf oder schreiben sie neu. Es geht um den Blick auf die koloniale Vergangenheit (To the Ends of the World, Regie: Guillaume Nicloux, Frankreich; The Raven and the Seagull, Regie: Lasse Lau, Dänemark), um die Frage nach dem Wahrheitsgehalt von Bildern (Erased__, Ascent of the Invisible, Regie: Ghassan Halwani, Libanon; The Image You Missed, Regie: Donal Foreman, Frankreich, Irland, USA) sowie um die Rezeption und Aufarbeitung von historischen Ereignissen (Another Day of Life, Regie: Raùl de la Fuente, Damian Nenow, Polen, Spanien, Belgien, Deutschland; Dead Souls, Regie: Wang Bing, Frankreich, Schweiz; Das Geheimarchiv im Warschauer Ghetto, Regie: Roberta Grossman, USA).

Veto! & Asia Express

»Die zwölf Filme in der Sektion >Veto!< für das politische Kino legen Zeugnis ab vom Zustand der Welt und den Menschen, die in ihr leben. Sie bestechen in diesem Jahr nicht nur durch die Dringlichkeit ihrer jeweiligen Themen und die Überzeugungskraft ihrer Protagonist*innen, sondern auch durch einen besonderen formalen und visuellen Gestaltungswillen, der der Komplexität ihrer Inhalte Rechnung trägt«, so »Veto!«-Kurator Jens Geiger. Es geht um Erinnerungskultur (»I Do not Care if we go down in History as Barbarians«, Regie: Radu Jude, Rumänien, Tschechien, Frankreich, Bulgarien, Deutschland), um Alltagsleben in Grenzsituationen (In the Desert – A Documentary Diptych, Regie: Avner Faingulernt, Israel, Kanada) sowie um Heimatlosigkeit und das Leben im Exil (A Family Tour, Regie: Ying Liang, Taiwan, Singapur, Hongkong, Malaysia). Ein zentrales Motiv in den Beiträgen der diesjährigen Sektion »Asia Express« ist die Bewegung in Gestalt von Ort- und Grenzüberschreitungen, speziell in den zahlreichen Filmen aus Südostasien. »Die Hälfte der Beiträge stammt aus dieser Region, deren filmische und nicht-filmische Erzähltradition sich durch eine gewisse Durchlässigkeit zwischen physischen und metaphysischen Grenzen auszeichnet«, sagt Kurator Jens Geiger. Dies trifft auf den Gewinnerfilm aus Locarno (A Land Imagined, Regie: Siew Hua Yeo, Singapur, Frankreich, Niederlande) ebenso zu wie auf We, the Dead von Edmund Yeo aus Malaysia. Im Programm finden sich außerdem die aktuellen Arbeiten einiger der wichtigsten Autorenfilmer Asiens wie Hong Sang-soo (Hotel by the River,Südkorea), Wang Bing (Dead Souls,Frankreich, Schweiz), Rithy Panh (Graves without a Name,Kambodscha, Frankreich) sowie der japanische Animationsfilm Mirai – Das Mädchen aus der Zukunft von Mamoru Hosoda.

Schwerpunkt II: Biografien

Einige Filme aus dem diesjährigen Programm stellen historische und zeitgeschichtliche Persönlichkeiten in den Fokus wie Queen Anne (The Favourite, Regie: Yorgos Lanthimos, Großbritannien, Irland, USA), Neil Amstrong (Aufbruch zum Mond, Regie: Damien Chazelle) und Silvio Berlusconi (Loro, Regie: Paolo Sorrentino, Italien). »Die direkte Konfrontation von Gegenwart und Vergangenheit schafft eine emotionale Wirklichkeit, die Geschichte und Geschichten authentisch macht«, sagt Programmleiterin Kathrin Kohlstedde. »Gerade auf Filme wie die beiden letztgenannten schaut man als Zuschauer in einer speziellen Weise, weil man ja selbst einen Bezug oder eine Meinung zu den Personen oder dem Ereignis hat.« Auch bei ganz privaten Geschichten spielen Regisseur*innen mit Fiktion und Realität und lassen die Ebenen zwischen Autobiografie und fiktionaler Story verschwimmen wie in Little Tickles (Frankreich) von Andréa Bescond und Eric Métayer oder in Yuli (Spanien, Kuba Großbritannien, Deutschland) von Icía Bollaín.

Blick auf Europa

Nicht nur der Eröffnungs- und Abschlussfilm kommen aus Europa. Über die Hälfte der diesjährigen Filme sind europäische Produktionen und Koproduktionen, die vor allem in der Sektion »Freihafen«, erstmals präsentiert vom europäischen Kulturkanal ARTE, sowie in den Reihen »Eurovisuell«, »Voila!« und »Kaleidoskop« zu finden sind. Thematisch geht es um Materialismus (Put Grandma in the Freezer, Regie: Giuseppe G. Stasi, Giancarlo Fontana, Italien; Three Million Euros, Regie: Tadas Vidmantas, Litauen) um Familienbeziehungen, Lebens- und Liebesmodelle (Butterflies, Regie: Tolga Karacelik, Türkei; Fugue, Regie: Agnieszka Smoczyńka, Polen; Mario, Regie: Marcel Gisler, Schweiz), um Machtmissbrauch und Tyrannei (One Step Behind the Seraphim,Regie: Daniel Sandu, Rumänien; Dogman, Regie: Matteo Garrone, Italien; M, Regie: Yolande Zauberman, Frankreich),umEntfremdung und das eigene Scheitern (A Balkan Noir, Regie: Draźen Kuljanin, Schweden; So lange ich lebe,Regie: Ole Bornedal, Dänemark). Zwei Literaturverfilmungen führen ins Wien des 20. Jahrhunderts (Der Trafikant, Regie: Nikolaus Leytner, Österreich, Deutschland) und ins Kopenhagen des 19. Jahrhunderts (Per im Glück, Regie: Bille August, Dänemark).

Französischsprachige Filme

Die Filme der Sektion »Voila!« kommen in diesem Jahr aus Frankreich, Belgien, der Schweiz und Kanada (Quebec). Sie zeigen die Abgründe der gehobenen Pariser Gesellschaft (Champagner & Macarons – Ein unvergessliches Gartenfest, Regie: Agnès Jaoui), thematisieren Berufswelten und Existenzängste (Those who work, Regie: Antoine Russbach; Unsere Kämpfe, Regie: Guillaume Senez) und erzählen einfühlsam, mitreißend und hart über die Liebe in den Banlieues von Marseille (Shéhérazade, Regie: Jean-Bernard Marlin). »Wir freuen uns ganz besonders, dass der Regisseur und die Hauptdarsteller*innen nach Hamburg kommen. Ein Film aus Marseille passt perfekt zum 60. Jubiläum der Städtepartnerschaft Hamburg – Marseille. Unser gesamtes französischsprachiges Programm ist unser Beitrag zu dem von der Freien und Hansestadt ausgerufenen Jahr der französischen Sprache und frankophonen Kulturen«, sagt Festivalleiter Albert Wiederspiel.

Große Freiheit & starker Norden

Erstmals präsentiert FILMFEST HAMBURG in der neuen Sektion »Große Freiheit« aktuelle deutsche Kinofilme. Die Produzent*innen gehen ins Rennen um den mit 25.000 Euro dotierten Hamburger Produzentenpreis Deutsche Kinoproduktionen, der von der Behörde für Kultur und Medien der Freien uns Hansestadt Hamburg gestiftet wird. Zu sehen sind unter anderem die neuesten Arbeiten von Sandra Nettelbeck (Was uns nicht umbringt), Sven Taddicken (Das schönste Paar) und Marcus H. Rosenmüller (Trautmann).

FILMFEST HAMBURG zeigt außerdem zahlreiche Filme, die Hamburg und den Norden in Szene setzen und/oder von Hamburger Filmemacher*innen und Kreativen umgesetzt wurden. In den Sektionen »Hamburger Filmschau«, »Freihafen«, »Kaleidoskop« und »Televisionen« stehen unter anderem auf dem Programm: Another Day of Life von Raúl de la Fuente und Damian Nenow, die dänisch-deutsche Koproduktion In Love und War von Kasper Torsting, die internationale Koproduktion mit Hamburger Beteiligung Sibel von Caģla Zencirci und Guillaume Giovanetti, die Literaturverfilmung Verachtung von Christoffer Boe, die Dokumentarfilme All Creatures Welcome von Sandra Trostel, Sankt Paulis Starke Frauen – Reperbahner*innen von Rasmus Gerlach und Im Land meiner Kinder von Darío Aguirre, die Fernsehfilme Aufbruch in die Freiheit von Isabel Kleefeld, produziert von der Hamburger Relevant Film, Tödliches Comeback von Hermine Huntgeburth, die neue Nachtschicht-Episode »Es lebe der Tod« von Lars Becker, der TATORT: Borowski und das Glück der anderen von Andreas Kleinertsowie zwei neue Folgen der beliebten Kinderserie Die Pfefferkörner.

Televisionen

In der neu benannten Sektion für aktuelle Fernsehproduktionen gehen elf Filme ins Rennen um den diesjährigen Hamburger Produzentenpreis Deutsche Fernsehproduktion, gestiftet von der VFF Verwertungsgesellschaft für Film- und Fernsehproduzenten mbH.Gezeigt werden die neuesten Filme von Hermine Huntgeburth (Tödliches Comback,Produktion: Hermine Huntgeburth, Volker Einrauch, Lothar Kurzawa, Josefine Filmproduktion), Sherry Hormann (Vermisst in Berlin,Produktion: Gabriela Sperl, Quirin Berg, Max Wiedemann, Wiedemann & Berg Television), Thomas Berger (Der Anfang von etwas, Produktion: Jutta Lieck-Klenke, Network Movie), Thorsten M. Schmidt (Scheidung für Anfänger,Produktion: Christiane Ruff, Imre von der Heydt, Frederik Hunschede, ITV Studios Germany), Marcus O. Rosenmüller (Die Affäre Borgward,Produktion: Dagmar Rosenbauer, Cinecentrum) und Ingo Rapser (Gloria, die schönste Kuh meiner Schwester, Produktion: Jens C. Susa, Provobis Gesellschaft für Film und Fernsehen). Außer Konkurrenz zeigt FILMFEST HAMBURG unter anderem drei neue Folgen der Kultserie Der Tatortreiniger von Arne Feldhusen, die finale Folge der Thrillerserie Blochin von Matthias Glasner und die Webserie Technically Singlevon Sebastian Stojetz. Mit den Dokudramen Kaisersturz und Die Hälfte der Welt gehört uns ist FILMFEST HAMBURG außerhalb des Kinos erstmals im Festsaal von Hapag-Lloyd am Ballindamm zu Gast. »Unsere neu benannte Sektion steht für eine Vision des Fernsehens, das adäquate Ausdrucksformen für eine komplexer gewordene Wirklichkeit und sich wandelnde Sehgewohnheiten findet. Diese Offenheit und Vielfalt möchten wir zeigen – mit Serien- und Webformaten und einer großen Bandbreite unterschiedlicher Milieus, Themen und Genres«, sagt Sektionsleiter Friedemann Beyer.

MICHEL Kinder und Jugend Filmfest

Mit dem finnischen Film Heublume, Pantöffelchen und die Rubens-Brüder von Anna Dahlman wird am 28.09.2018 das 16. MICHEL Kinder und Jugend Filmfest eröffnet. Gezeigt werden unter anderem Die kleinen Hexenjäger von Rasko Miljkovic (Serbien, Mazedonien) und die Animationsfilme Gordon & Paddy von Linda Hambäck (Schweden) und Die Abenteuer von Wolfsblut von Oscar-Preisträger Alexandre Espigares (Frankreich, Luxemburg, USA). Festivalleiter*innen Samuel Feuerstein und Johanna von Fehrn-Stender: »Das MICHEL bietet ein buntes Programm aus Filmen, Workshops und Veranstaltungen. Das macht das Festival zu einem Ort einzigartiger Erlebnisse - ob auf oder vor der Leinwand. Besonders freuen wir uns darüber, die Verfilmung des dänischen Kinderbuch-Bestsellers Wildhexe als erstes Festival weltweit zu präsentieren und den Regisseur und die beiden Hauptdarstellerinnen im Kino zu begrüßen.« Zum ersten Mal stehen mehr Arbeiten von Regisseurinnen als von Regisseuren auf dem MICHEL-Programm. Auch inhaltlich drehen sich einige Filme um starke Mädchen, was an dem Starke-Mädchen-Tag im Festivalzelt gesondert gefeiert wird. Außer Konkurrenz wird der berührende Dokumentarfilm Im mächtigen Dschungel von Caroline Capelle und Ombline Ley (Frankreich) gezeigt sowie zwei neue Folgen der Pfefferkörnerund die Reihe für Minis. Abschlussfilm ist Rosie & Moussa von Dorothée van den Berghe (Belgien).

Rund ums Filmfest & Sondervorstellungen

Neben den etablierten täglichen Veranstaltungsreihen Klappe auf! (Bundesverband Schauspiel), der Talkrunde Unzensiert und dem Branchentreffe der Initiative Hamburg lebt Kino ist FILMFEST HAMBURG Gastgeber und Mitveranstalter zahlreicher Kooperationsveranstaltungen. Deutsche Filmakademie und Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein beschäftigen sich mit den Möglichkeiten der Filmauswertung auf SVoD-Plattformen (28.09.2018, 15:30), DGB und ver.di diskutieren über Arbeitsbedingungen bei Festivals (01.10.2018, 15.30 Uhr), European Film Promotion über mehr Diversität bei der Besetzung von Rollen (30.09.2018, 20 Uhr) und das weibliche Branchennetzwerk WIFT über Geschlechterdarstellung in Film und Fernsehen (02.10.2018, 16 Uhr). Das NDR-Werkstattgespräch beschäftigt sich mit den Folgen von Kontrakt 18 und Creative Europe Desk Hamburg lädt zu einem Fachgespräch mit dem Serienexperten Walter Iuzollino ein (01.10.2018, 17 Uhr). Als Kooperation mit dem Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL wird die Regisseurin Yolande Zauberman mit SPIEGEL ONLINE-Redakteurin Hannah Pilarczyk über ihren neuen Film M sprechen (29.09.2018, 18 Uhr). Erstmals lädt das bundesweite Filmbusiness-Netzwerk Crew United zum Crew Call in die Hansestadt ein (06.10.2018, 20 Uhr). Der Filmclub HEIMATFILME präsentiert zum zweiten Mal das Sonderprogramm »Heimatfilme«. Geflüchtete und deutsche Muttersprachler*innen haben sich Filme aus ihrer Heimat ausgesucht und sie gemeinsam deutsch untertitelt. Veranstaltungsort ist das Gemeindezentrum St. Markus­-Hoheluft.

Preise & Auszeichnungen

FILMFEST HAMBURG vergibt 2018 Preisgelder in Höhe von insgesamt 125.000 Euro. Neu ist der mit 25.000 Euro dotierte Hamburger Produzentenpreis Deutsche Kinoproduktion, gestiftet von der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg. Weitere Preise sind der undotierte Douglas Sirk Preis, der Hamburger Produzentenpreis Europäische Kino-Koproduktionen der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg (Preisgeld: 25.000 Euro/Kinograding im Wert von 15.000 Euro/Optical Art), der Hamburger Produzentenpreis Deutsche Fernsehproduktionen, gestiftet von der VFF Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten mbH (25.000 Euro), der Commerzbank Publikumspreis (5.000 Euro), der Sichtwechsel Filmpreis, gestiftet vom Auswärtigen Amt (10.000 Euro), der Politische Film der Friedrich-Ebert-Stiftung (5.000 Euro), der MICHEL Filmpreis, gestiftet von der Hamburgischen Kulturstiftung und der Ian und Barbara Karan Stiftung (5.000 Euro), der Art Cinema Award (5.000 Euro), der NDR Nachwuchspreis (5.000 Euro) sowie der undotierte Preis der Filmkritik, der erstmals in Zusammenarbeit mit dem Verband der deutschen Filmkritik vergeben wird.

Partner & Preisstifter

Hauptförderer von FILMFEST HAMBURG ist die Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg. Langjährige Partner sind unter anderem die Deutsche Fernsehlotterie, ŠKODA AUTO Deutschland, die Hapag-Lloyd AG, das Grand Elysée Hotel, Studio Hamburg sowie der NDR. Neuer Partner von FILMFEST HAMBURG ist seit diesem Jahr ARTE. Der europäische Kultursender präsentiert die Sektion »Freihafen« für europäische Kino-Koproduktionen.