Filmfest
#FFHH19
26.9. - 5.10.2019
Hamburg

Erste Preise vergeben
03.10.2018

Bei der feierlichen Preisverleihung am 3. Oktober 2018 im CinemaxX Dammtor sind am Abend die drei Hamburger Produzentenpreise vergeben worden. Der Erste Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher würdigte das kreative und unternehmerische Gespür der ausgezeichneten Kino- und Fernsehproduzent*innen, die mit ihrer Leidenschaft für den Film die deutsche Film- und Fernsehlandschaft prägen.

Der erstmalig in diesem Jahr vergebene und mit 25.000 dotierte Hamburger Produzentenpreis »Deutsche Kinoproduktion« geht an die Produzent*innen Jamila Wenske und Sol Bondy (One Two Films, Berlin ) für ihren Film Das schönste Paar von Sven Taddicken, der laut Jury (Matthias Elwardt, Abaton Kino; Karsten Stöter, Produzent/Rohfilm; Claudia Steffen, Produzentin/Pandora Film Produktion) unter die Haut geht. In ihrer Begründung heißt es weiter: »Das Drama nimmt uns mit und überrascht immer wieder. Wie würden wir handeln? Die großartige Kamera von Daniela Knapp folgt ganz nah den Bewegungen der Schauspieler und entwickelt einen erzählerischen Sog, unterstützt von einem präzisen Schnitt und einem originellen Musikeinsatz und Sounddesign. Der schöne Film überzeugte uns als Gesamtkunstwerk.«

Für den Hamburger Produzentenpreis »Deutsche Kinoproduktion« waren insgesamt sechs Filme der Sektion »Große Freiheit« nominiert. Das Preisgeld wird von der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg zur Verfügung gestellt.

Der ebenfalls mit 25.000 Euro dotierte Hamburger Produzentenpreis »Europäische Kino-Koproduktion«  geht an den  Deutschen Koproduzenten Michael Eckelt (Riva Film, Hamburg) für seinen Film Sibel von Çağla Zencirci und Guillaume Giovanetto, eine Koproduktion mit Frankreich, der Türkei und Luxemburg. Die Jury (Jürgen Fabritius, Agenturchef und Professor an der Filmuniversität Konrad Wolf Babelsberg, Pheline Roggan, Schauspielerin, Renate Rose, ehemalige Geschäftsführerin von European Film Promotion e.V.) war ganz bezaubert von dieser besonderen Frauenfigur. In ihrer Begründung heißt es weiter: »Sibel, eine junge Frau, die sich durch ihre Wildheit, Wärme, Mut, Eigensinn, aber auch Aufopferungsbereitschaft auszeichnet. Dieser außergewöhnliche Film erzählt die Geschichte einer Selbstbehauptung in einer konservativen, nahezu archaischen Gesellschaft der heutigen Türkei. …Sibel wird in großen, wunderschönen Kinobildern und betörend schönen Landschaften erzählt. Sibel bringt eine ungewöhnlich starke Frauenfigur zum Leuchten. Sibel ist große Kinounterhaltung. Sibel macht Spaß und am Ende pfeift sie auf jede Konvention.«

Darüber hinaus stellt die Hamburger Postproduktionsfirma Optical Art ein Kino-Grading im Wert von 15.000 Euro für den ausländischen Koproduzenten des Gewinnerfilms zur Verfügung. Dieses geht an die französische Firma Les Films du Tambour mit Sitz in Paris. 

Für den Hamburger Produzentenpreis »Europäische Kino-Koproduktion« waren insgesamt zehn Filme der Sektion »Freihafen« nominiert. Das  Preisgeld wird von der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg zur Verfügung gestellt.

Der ebenfalls mit 25.000 Euro dotierte Hamburger Produzentenpreis »Deutsche Fernsehproduktion«, übergeben von Professor Dr. Norbert P. Flechsig, VFF – Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten, geht an die Produzentin  Heike Wiehle-Timm (Relevant Film) für den Fernsehfilm Aufbruch in die Freiheit (Regie: Isabel Kleefeld). Die Jury (Katrin Aschendorf, Kostümbildnerin; Aelrun Goette, Regisseurin; Ulrich Lenze, Produzent) lobt vor allem die Idee des Film, die von der Stern-Titelstory »Wir haben abgetrieben!« inspiriert ist. In ihrer Begründung heißt es: »Es kommt hier alles Entscheidende zusammen: Eine gute Idee, eine packende Geschichte, pointierte Dialoge…, eine kraftvolle Inszenierung und brillante Schauspieler. Die Produzentin und ihre Mitstreiter*innen schildern das Schicksal der Frauen und den historischen Konztext mit Wucht, höchst glaubhaft, atmosphärisch genau und unter Verzicht auf alles Nebensächliche«. Vor seiner Fernsehausstrahlung läuft der Film in Anwesenheit der Schauspieler*innen und Gäste noch einmal am 17.10.2018 auf der großen Leinwand im Abaton Kino.

Die Jury sprach außerdem eine lobende Erwähnung aus für den Fernsehfilm Gloria, die schönste Kuh meiner Schwester (Regie: Ingo Rasper; Produktion: Jens C. Susa, Provobis Gesellschaft für Film und Fernsehen).

Elf Filme aus der Sektion »Televisionen« waren für den Hamburger Produzentenpreis »Deutsche Fernsehproduktion« nominiert. Das Preisgeld wird seit 2014 von der VFF – Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten zur Verfügung gestellt.

Der Douglas Sirk Preis geht in diesem Jahr an den iranischen Regisseur Jafar Panahi, der aufgrund seines Berufsverbots nicht persönlich anwesend sein kann. Die feierliche Preisverleihung mit der Deutschlandpremiere seines Films Drei Gesichter findet am 4.10.2018 um 19:30 Uhr im CinemaxX Dammtor statt. Den Preis wird seine Tochter Solmaz Panahi entgegennehmen.

Alle weiteren Preisträger*innen werden am 6.10.2018 gegen 21 Uhr bekannt gegeben.