Filmfest
#FFHH19
26.9. - 5.10.2019
Hamburg

Preis der Filmkritik

Filmkritiker*innen und Kulturredakteur*innen von deutschen Nachrichtenmagazinen, Onlinemedien, Radiosendern und Tageszeitungen vergeben den Preis an einen Film aus dem Programm, der sich durch eine originelle Sichtweise auszeichnet. Der Preis der Filmkritik löst den seit 2004 vergebenen Preis der Hamburger Filmkritik ab.

Preisträger 2018

Unsere Kämpfe

Regie: Guillaume Senez


Die Begründung der Jury:

»Olivier, um die 40, ist Vorarbeiter in einem Logistikzentrum. Der leidenschaftliche Gewerkschafter ringt mit den Arbeitsbedingungen, die sich immer weiter verschlechtern. Die Nöte seiner Familie verliert er aus dem Blick. Als seine Frau die Familie verlässt, muss er allein die Verantwortung für die beiden kleinen Kinder übernehmen. Olivier ist gezwungen, sich zu verändern – als Vater, Ehemann, Bruder und Sohn, als Teamleiter und als Gewerkschafter. Auf eindringliche wie berührende und zugleich unsentimentale Weise erzählt der belgische Regisseur Guillaume Senez von der alltäglichen Angst vor dem gesellschaftlichen Absturz. Virtuos verzahnt er die beruflichen und die familiären Kampfzonen. Auf unterschiedlichen Ebenen ist jeder Einzelne existenziell überfordert – und wird dabei in all seinen menschlichen Widersprüchen mit liebevoller Genauigkeit ernst genommen. Ein Film, der mitten ins Herz und in den Magen des bedrängten Mittelstandes in Europa zielt.«


Lobende Erwähnung: 

Geula 

Regie: Boaz Yehonatan Yacov, Joseph Madmony

»Die Geschichte eines allein erziehenden Vaters und seiner schwer kranken Tochter hat uns besonders berührt. Der Film gewährt kostbare Einblicke in die Welt der orthodoxen Juden in Israel und ins zerrissene Herz eines Vaters, der sich einen Weg bahnen muss zwischen finanziellen Nöten und religiösen Regeln, zwischen Vaterliebe und Männerfreundschaft, zwischen den engen Grenzen seines Glaubens und der Lebensfreude weltlicher Musik.«
  

Bisherige Preisträger*innen