Sein Publikum im Westen erreicht er mit intimen Geschichten von
scheinbaren Außenseitern, deren Tragödien jedoch in einer
grundsätzlichen, auch religiös geprägten Psychologie verankert sind.
Kims Charaktere sind geplagt von Ängsten, Schuldgefühlen und der Suche
nach Erlösung.
In seinem Film Pieta konfrontiert Kim Ki-duk die
Zuschauer mit einem weiteren mitreißenden Drama, das physisch an die
Grenzen des Darstellbaren geht und sich den Themen Schuld und Sühne
widmet. Wohl auch unter dem Eindruck der andauernden Wirtschaftskrise
erzählt Kim Ki-duk von einem Schuldeneintreiber, der die Menschen für
ihre Rückzahlungsunfähigkeit mit brutaler Gewalt und Verstümmelungen
bestraft. „Was ist Geld“ will der Protagonist an einer Stelle von seiner
Mutter wissen. „Anfang und Ende aller Dinge“ ist ihre Antwort.
Der
Hamburger Filmszene ist Kim Ki-duk verbunden seit sein Film Frühling,
Sommer, Herbst, Winter und …. Frühling (2003) mit Mitteln der hiesigen
Filmförderung unterstützt und in Hamburg postproduziert wurde.
Der Film Pieta ist im Verleih MFA+ Filmdistribution und startet voraussichtlich in den deutschen Kinos 2013.