Filmfest
#FFHH17
5.10. - 14.10.2017
Hamburg

Erste Filme
18.07.2017

Selbsterkenntnis, Bruderliebe, Hoffnung, Verantwortung, Entscheidungen, Leidenschaft, Metadaten, Engel und Kunst: FILMFEST HAMBURG präsentiert die ersten zehn Filme für das diesjährige Programm, darunter mit The Square von Ruben Östlund den Gewinnerfilm aus Cannes.

Nach seinem Familiendrama Höhere Gewalt, der 2014 bei FILMFEST HAMBURG lief, begibt sich der schwedische Regisseur Ruben Östlund mit The Square in die schillernde Welt der modernen Kunst und öffnet ihre moralischen Falltüren. Mit seinem vielschichtigen und sarkastisch-entlarvenden Humor wirft er brisante Fragen zum aktuellen Selbst- und Gesellschaftsbild auf. The Square, bei den Filmfestspielen in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet, entstand mit deutscher Beteiligung und wird in der Sektion Freihafen gezeigt, dem Fenster für deutsch-europäische Kino-Koproduktionen.

Ein weiterer Cannes-Film in dieser Reihe ist die ungarisch-deutsche Koproduktion Jupiter's Moon von Kornél Mundruczó über einen Flüchtling in Ungarn, der übernatürliche Fähigkeiten besitzt. Der Film- und Theaterregisseur Mundruczó war in diesem Jahr mit einer Adaption von Gerhart Hauptmanns Die Weber zu Gast im Hamburger Thalia Theater. Sein Film Underdog lief 2014 bei FILMFEST HAMBURG.

In ihrem Langfilmdebüt Montparnasse Bienvenüe folgt Léonor Serraille einer jungen Frau, für die ein Spaziergang durch Paris zu einer aufregenden Reise zu sich selbst wird. Der in Cannes mit der Caméra d'Or für den besten Debütfilm ausgezeichnete Film läuft in Hamburg in der französischsprachigen Sektion Voilà!.

Mit dem Film L'amant double kehrt der französische Regisseur und Douglas-Sirk-Preisträger von 2004, François Ozon, nach Hamburg zurück und präsentiert einen ebenso spannenden wie lustvollen Psychothriller um eine junge Frau zwischen Zwillingsbrüdern. Der Wettbewerbsfilm aus Cannes wird in Hamburg ebenfalls in der Sektion Voilà! gezeigt.

Bereits 2011 lief The Student von Santiago Mitra im Programm von FILMFEST HAMBURG. In seinem neuesten Film The Summit wird der argentinische Präsident während eines Politikgipfels nicht nur mit politischen Entscheidungen, sondern auch mit privaten Problemen konfrontiert. FILMFEST HAMBURG präsentiert den spannenden Politthriller aus Lateinamerika, der in Cannes in der Reihe Un Certain Regard lief, in der spanisch- und portugiesischsprachigen Sektion Vitrina.

In dem Film The Florida Project wirft Regisseur Sean Baker aus der Perspektive der sechsjährigen Mooney einen sehr besonderen Blick auf die Lebensverhältnisse von Menschen am Rande der Gesellschaft. Nach der Weltpremiere in Cannes (Quinzaine des Réalisateurs) wird The Florida Project in der Reihe Transatlantik, dem Schaufenster für das nordamerikanische Kino, zu sehen sein.

Nach erfolgreicher Weltpremiere beim Internationalen Filmfestival in Shanghai feiert der Film Simpel von Markus Goller ein Heimspiel. Hauptdrehort der Geschichte über eine besondere Bruderbeziehung war Hamburg und der Norden. Simpel feiert bei FILMFEST HAMBURG seine Deutschlandpremiere und läuft in der Sektion Kaleidoskop, der Reihe für Filme aus aller Welt. Außerdem wird Simpel  im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Stadt, Land, Filmfest« in Kooperation mit Hamburg Marketing zur Festivalzeit in ausgewählten Kinos in der Metropolregion Hamburg zu sehen sein.

Ebenfalls in der Kaleidoskop-Sektion läuft das Spielfilmdebüt von Ofir Raul Graizer The Cakemaker. Der Film erzählt die Geschichte eines deutschen Konditors, der nach dem Tod seines israelischen Geliebten Oran nach Israel reist und dort immer mehr das Vertrauen von dessen Frau und Sohn gewinnt. The Cakemaker wurde beim Internationalen Filmfestival in Karlovy Vary mit dem ökumenischen Jury-Preis ausgezeichnet.

Für die Hamburger Filmschau stehen bereits zwei Filme fest:
Der Studenten-Oscar-Gewinner Ilker Çatak feiert mit seinem Langfilmdebüt Es war einmal Indianerland Weltpremiere in Hamburg. Die Adaption des gleichnamigen Romans von Nils Mohl ist ein Boxerfilm, Roadmovie, Western und Musikvideo vor wunderbarer Hamburg-Kulisse.

Die Hamburger Dokumentarfilmer*innen Matthias Heeder und Monika Hielscher beschäftigen sich in ihrem Dokumentarfilm Pre-Crime mit einer nicht nur in den USA gebräuchlichen Analysesoftware zur Verbrechensbekämpfung. In aufwändigen Recherchen und mit alarmierenden Resultaten fragen die Filmemacher*innen, wo der Schutz der Bevölkerung endet und wo Big Data beginnt: Ein spannender Dokuthriller im Stil von Minority Report.

Das gesamte Filmfestprogramm wird am 21. September 2017 bekannt gegeben.