Filmfest
#FFHH17
5.10. - 14.10.2017
Hamburg

Produzentenpreis vergeben
13.10.2017

Der mit 25.000 Euro dotierte Hamburger Produzentenpreis »Europäische Kino-Koproduktionen«, übergeben von Staatsrätin Jana Schiedek, Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg, geht an die deutsche Koproduzentin Eva Blondiau (Colour of May, Köln) für ihren Film Arrhythmia von Boris Khlebnikov, eine Koproduktion mit Russland und Finnland. Die Jury (Renate Rose, ehemalige Geschäftsführerin der European Film Promotion; Michael Eckelt, Riva Filmproduktion; Hermine Huntgeburth, Regisseurin)  hat sich »in einen Liebesfilm verliebt, der eigentlich ein Trennungsfilm ist«.
 
In ihrer Begründung heißt es weiter: Mit Arrhythmia des russischen Regisseurs Boris Khlebnikov zeichnen wir einen Film aus, der sich auf ungewöhnliche Art und Weise mit aktuellen gesellschaftlichen Themen auseinandersetzt. Der Film erzählt uns mit großer Menschlichkeit die Geschichte eines jungen russischen Paares, das unter extremen beruflichen und gesellschaftlichen Bedingungen lebt und um seine Würde und Liebe kämpft. Wir waren fasziniert und berührt, wie es diesem Film virtuos gelungen ist, selbst die groteskesten und härtesten Situationen mit großartigem Humor zu meistern. Die beiden Hauptdarsteller sind einfach wunderbar. Das Ende ist ein Versprechen, an das wir gerne glauben möchten.
 
Darüber hinaus stellt die Hamburger Postproduktionsfirma Optical Art ein Kino-Grading im Wert von 15.000 Euro für den ausländischen Koproduzenten des Gewinnerfilms zur Verfügung. Dieses geht an die russische Firma CTB Film Company mit Sitz in Moskau.
 
Für den Hamburger Produzentenpreis »Europäische Kino-Koproduktionen« waren insgesamt zwölf Filme der Sektion »Freihafen« nominiert. Das Preisgeld wird von der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg zur Verfügung gestellt. Arrhythmia läuft bei FILMFEST HAMBURG noch einmal am 14.10.2017 um 18.15 Uhr im CinemaxX Dammtor.
 
Der ebenfalls mit 25.000 Euro dotierte Hamburger Produzentenpreis »Deutsche Fernsehproduktionen«, überreicht von Professor Dr. Norbert P. Flechsig, VFF-Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten, geht an die Produzenten Christoph Bicker und Hubertus Meyer-Burkhardt (Polyphon Film- und Fernsehgesellschaft) für den Fernsehfilm Meine fremde Freundin, Regie: Stefan Krohmer. Die Jury (Lars Büchel, element e Filmproduktion; Dirk Manthey, Manthey Film; Idil Üner, Schauspielerin) lobt vor allem die überzeugende Buch- und Regiearbeit. In ihrer Begründung heißt es weiter: …der Fernsehfilm erzählt die Geschichte einer Frau, die erkennen muss, dass ihre einzige Freundin einen Mann zu Unrecht beschuldigt, sie sexuell missbraucht zu haben. In dem Film erkennt die Jury an, dass Produzent und Regie sich für ein sensibles Thema entschieden haben. Dank der überzeugenden Buch- und Regiearbeit gelingt 
ein glaubhaftes, in sich geschlossenes Drama. Der Film baut als einer der wenigen Beiträge des Wettbewerbs seine Geschichte unprätentiös, ohne Effekthascherei nachvollziehbar auf. 
 
Zwölf Filme aus der Sektion »16:9« waren für den Hamburger Produzentenpreis »Deutsche Fernsehproduktionen« nominiert. Das Preisgeld wird seit 2014 von der VFF- Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten zur Verfügung gestellt.
 
Der Douglas Sirk Preis geht in diesem Jahr an den Regisseur, Autor und Fotografen Wim Wenders, die feierliche Preisverleihung findet um 20 Uhr im CinemaxX Dammtor statt. Alle weiteren Preisträger*innen werden am 14.10.2017 gegen 21 Uhr bekannt gegeben.
 
Das 26. FILMFEST HAMBURG findet vom 27. September bis 6. Oktober 2018 statt.