Chronik Filmfest Hamburg
50er Jahre
Schon
in den 50er Jahren gibt es die Hamburger „Filmtage“, „Filmwochen“ und
„Kinotage“. Diese werden von der Hamburger Filmwirtschaft - allen voran
die Real-Film - gemeinsam mit deutschen Verleihfirmen organisiert und
ausgerichtet.
1968
Junge
Filmemacher tun sich zusammen und organisieren die „1. Hamburger
Filmschau“ - ein Wochenende, das als Film-Happening in die Geschichte
des jungen deutschen Films eingeht.
70er Jahre
Wenige
Jahre später gründen verschiedene Programmkinos aus der gesamten
Republik die Arbeitsgemeinschaft Kino, die fortan ihren Sitz in Hamburg
hat und dort seit 1974 die jährlichen „Hamburger Kinotage“ ausrichtet.
1979
In
der „Hamburger Erklärung“ wenden sich Filmemacher, u.a. Hark Bohm,
Werner Herzog, Volker Schlöndorff und Wim Wenders, gegen die
Fremdbestimmung des deutschen Filmes durch „Gremien, Anstalten und
Interessengruppen“ und initiieren das „Filmfest der Filmemacher“.
1986
Am
29.10.1979 wird von Hamburger Filmemachern das „Hamburger Filmbüro
e.V.“ gegründet, das ab 1986 das international beachtete „Europäische
Low Budget Film Forum“ ins Leben ruft, eine Filmschau und Filmdiskussion
unter Beteiligung damals noch unbekannter Regisseure und Produzenten
wie Derek Jarman, Stephen Frears und Lars von Trier.
1991
Um
Kräfte zu bündeln und knapper werdende öffentliche Finanzen effektiver
einzusetzen, schließen sich das Low Budget Film Forum und die Kinotage
Ende 1991 zusammen, um in Zukunft gemeinsam als „Filmfest Hamburg“
weiterzubestehen. Gründungsgesellschafter sind die AG Kino e.V. und das
Hamburger Filmbüro e.V. .
1992
Unter der Leitung von Rosemarie Schatter findet Filmfest Hamburg 1992 zum ersten Mal statt.
1994
Filmproduzent
Gerhard von Halem übernimmt die Festivalleitung. Dieses „neue“
Hamburger Festival ist trotz bewusster Bezüge zu den
Vorgänger-Veranstaltungen etwas völlig Anderes als Kinotage oder Low
Budget Film Forum. Im Zentrum stehen zwar weiterhin „junges Kino“ und
der „unabhängige Film“, aber die Atmosphäre von Filmfest Hamburg ist
seit 1994 wesentlich stärker von Glamour und Stars geprägt.
1995 - 2002
Josef
Wutz ist von 1995 bis 2002 Leiter des Festivals. Unter seiner Führung
wird das Festival kontinuierlich ausgebaut und etabliert sich bei
Branche und Publikum als das Filmfest für Independent Filme. Darüber
hinaus bietet das Festival nun auch Hamburger Fernsehproduktionen ein
eigenes Schaufenster. Ebenso erhalten die Neuen Medien und deren
Wirtschaftsbetriebe eine Präsentations- und Diskussionsplattform bei
Filmfest Hamburg.
2003 - heute
Albert
Wiederspiel wird 2003 Leiter von Filmfest Hamburg. Seitdem wird das Angebot
des internationalen Films stetig erweitert. Zu seinem 20. Geburtstag im Jahr 2012
präsentierte Filmfest Hamburg 148 Filme aus 44 Ländern in sieben verschiedenen Kinos und
begeisterte rund 40 000 Zuschauer. Auch zu seiner 21. Ausgabe werden 2013 wieder viele großartige nationale und internationale Filme im
Programm erwartet.