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Über das Filmfest

Filmfest Hamburg ist ein Festival für das Publikum. Jedes Jahr im Herbst begeistert es über 40 000 Kinofans in zehn Tagen auf zehn Leinwänden mit ca. 140 nationalen und internationalen Spiel- und Dokumentarfilmen als Welturaufführung, Europapremiere oder deutsche Erstaufführung. In zehn festen und weiteren, jährlich wechselnden Sektionen reicht das Programmspektrum von cineastisch anspruchsvollen Arthouse-Filmen bis hin zum innovativen Mainstreamkino.

Filmfest Hamburg präsentiert die ersten Produktionen junger deutscher und internationaler Filmemacher ebenso wie die Filme großer Regisseure. Darüber hinaus bringt es besonderes deutsches TV-Filmschaffen einmalig auf die große Leinwand.

Oscar-Preisträger und -Nominierte wie Clint Eastwood, Jodie Foster, Christoph Waltz und Julian Schnabel, Dogma-Gründer Lars von Trier sowie deutsche Regisseure wie Wim Wenders, Fatih Akin, Andreas Dresen und Tom Tykwer bilden die ganze künstlerische Vielfalt des Festivals ab.

Als Plattform für kulturellen Austausch und Dialog wird ein Großteil der Filme von den Filmschaffenden persönlich in Hamburg vorgestellt. Zahlreiche Rahmenveranstaltungen machen Filmfest Hamburg zu einem wichtigen Treffpunkt für Kinobegeisterte und die Filmbranche gleichermaßen.

Vom 26. September bis 05. Oktober 2013 lädt das 21. Filmfest Hamburg in die Kinos Abaton, CinemaxX Dammtor, Metropolis, Passage, Studio und 3001 ein.

Sektionen bei Filmfest Hamburg

Agenda
Diese Sektion bildet das Festivalprogramm in seiner ganzen Bandbreite ab. Sie umfasst ein facettenreiches Spektrum politischer, gesellschaftlicher und sozialer Themen im weitesten Sinne und ihre individuelle filmkünstlerische Umsetzung. Kurz: eine aufregende Reise durch das aktuelle Weltkino.
Drei Farben Grün
Atomausstieg, erneuerbare Energien, Elektromobil – in Sachen Umwelt bewegt sich was. Seit 2010 widmet sich Filmfest Hamburg in einer eigenen Sektion diesem Thema und gewährt mit ausgewählten Dokumentarfilmen Einblicke, wo es brennt auf unserem Planeten und was wir dagegen tun können.
Nordlichter
Die Sektion „Nordlichter“ öffnet den Blick für Spiel- und Dokumentarfilme aus Hamburg und Schleswig Holstein, die einen entscheidenden inhaltlichen oder produktionstechnischen Zusammenhang mit Hamburg und/oder Schleswig-Holstein besitzen. Sie präsentiert Filme, in denen „Nordlichter“ und der Norden eine Rolle spielen und/oder die im Norden gedreht wurden.
Voilà!
„Voilà!“ präsentiert Filme, die entweder aus Frankreich oder aber aus Ländern stammen, die im weitesten Sinne zum französischen Kulturkreis gehören.
Vitrina
Das Schaufenster für aktuelle Filmproduktionen aus spanisch- und portugiesischsprachigen Ländern zeigt einen Ausschnitt des filmischen Schaffens der iberischen Halbinsel und Lateinamerikas.
Asia Express
In dieser 2012 neu geschaffenen Sektion wird zwar nicht der ganze Kontinent cineastisch vermessen, aber doch faszinierende, frische und ungewöhnlich Blicke in die verschiedensten asiatischen Filmkulturen geworfen und gängige Vorstellungen vom Filmraum Asien um einige überraschende Facetten bereichert.
Eurovisuell
Worüber parlieren die Franzosen? Was amüsiert die Griechen? Wobei gruseln sich die Schweden am liebsten? Diese Sektion stellt die größten Publikumserfolge aus verschiedenen europäischen Ländern vor.
Deluxe
In dieser Reihe zeigt Filmfest Hamburg Filmklassiker aus einem jährlich wechselnden Land. „Deluxe“ präsentiert alte Meisterwerke und Entdeckungen von den 60er Jahren bis heute. Bisher waren folgende Länder vertreten: Türkei, Österreich, Finnland, Belgien, Portugal, Neuseeland, Argentinien, Island und die kanadische Provinz Québec.
KUNST! MUSIK! TANZ!...
Auch diese Sektion ist seit 2010 eine feste Größe im Programm von Filmfest Hamburg. Aber nicht „fest“ im eigentlichen Sinne. Hier geht es um die Verschmelzung, Überschneidung, aber auch Gegensätzlichkeit von Film und anderen Kunstformen. 2010 stand die bildende Kunst im Fokus, 2011 widmete sich der Musik und 2012 hieß es TANZ!
16:9
Unter dem Titel 16:9 - Fernsehen im Kino werden deutsche Fernsehproduktionen als Welturaufführung präsentiert. Krimis, Dramen und Komödien beleuchten das breite Spektrum des heutigen Fernsehens.
Michel Kinder und Jugend Filmfest
Die Kinder- und Jugendsektion von Filmfest Hamburg zeigt in Kooperation mit dem Kinderfilmfestival LUCAS aus Frankfurt deutsche und internationale Spiel- und Animationsfilme. Die Filme werden im Originalton gezeigt und direkt im Kinosaal live auf Deutsch eingesprochen. So sorgen sie bei Kindern und Erwachsenen für ein einmaliges Erlebnis.

Festivalleiter Albert Wiederspiel

Albert Wiederspiel wurde am 5. November 1960 in Warschau, Polen geboren und ist seit 2003 Leiter von Filmfest Hamburg.

Wiederspiel wuchs in Kopenhagen auf und studierte Filmwissen-schaft in Paris. Nach dem Studium begann er 1985 als Trainee bei 20th Century Fox Intl., von wo er als PR- und schließlich Marketingleiter zu 20th Century Fox of Germany wechselte und bis 1995 tätig war. Von 1996 bis 2000 war er Marketingleiter und General Manager - Theatrical bei PolyGram Film Entertainment und Universal Pictures Germany. Sein Vertrag als Leiter von Filmfest Hamburg wurde bis 2018 verlängert.

Chronik Filmfest Hamburg

50er Jahre
Schon in den 50er Jahren gibt es die Hamburger „Filmtage“, „Filmwochen“ und „Kinotage“. Diese werden von der Hamburger Filmwirtschaft - allen voran die Real-Film - gemeinsam mit deutschen Verleihfirmen organisiert und ausgerichtet.

1968
Junge Filmemacher tun sich zusammen und organisieren die „1. Hamburger Filmschau“ - ein Wochenende, das als Film-Happening in die Geschichte des jungen deutschen Films eingeht.

70er Jahre
Wenige Jahre später gründen verschiedene Programmkinos aus der gesamten Republik die Arbeitsgemeinschaft Kino, die fortan ihren Sitz in Hamburg hat und dort seit 1974 die jährlichen „Hamburger Kinotage“ ausrichtet.

1979
In der „Hamburger Erklärung“ wenden sich Filmemacher, u.a.  Hark Bohm, Werner Herzog, Volker Schlöndorff und Wim Wenders, gegen die Fremdbestimmung des deutschen Filmes durch „Gremien, Anstalten und Interessengruppen“ und initiieren das „Filmfest der Filmemacher“.

1986
Am 29.10.1979 wird von Hamburger Filmemachern das „Hamburger Filmbüro e.V.“ gegründet, das ab 1986 das international beachtete „Europäische Low Budget Film Forum“ ins Leben ruft, eine Filmschau und Filmdiskussion unter Beteiligung damals noch unbekannter Regisseure und Produzenten wie Derek Jarman, Stephen Frears und Lars von Trier.

1991
Um Kräfte zu bündeln und knapper werdende öffentliche Finanzen effektiver einzusetzen, schließen sich das Low Budget Film Forum und die Kinotage Ende 1991 zusammen, um in Zukunft gemeinsam als „Filmfest Hamburg“ weiterzubestehen. Gründungsgesellschafter sind die AG Kino e.V. und das Hamburger Filmbüro e.V. .

1992
Unter der Leitung von Rosemarie Schatter findet Filmfest Hamburg 1992 zum ersten Mal statt.

1994
Filmproduzent Gerhard von Halem übernimmt die Festivalleitung. Dieses „neue“ Hamburger Festival ist trotz bewusster Bezüge zu den Vorgänger-Veranstaltungen etwas völlig Anderes als Kinotage oder Low Budget Film Forum. Im Zentrum stehen zwar weiterhin „junges Kino“ und der „unabhängige Film“, aber die Atmosphäre von Filmfest Hamburg ist seit 1994 wesentlich stärker von Glamour und Stars geprägt.

1995 - 2002
Josef Wutz ist von 1995 bis 2002 Leiter des Festivals. Unter seiner Führung wird das Festival kontinuierlich ausgebaut und etabliert sich bei Branche und Publikum als das Filmfest für Independent Filme. Darüber hinaus bietet das Festival nun auch Hamburger Fernsehproduktionen ein eigenes Schaufenster. Ebenso erhalten die Neuen Medien und deren Wirtschaftsbetriebe eine Präsentations- und Diskussionsplattform bei Filmfest Hamburg.

2003 - heute
Albert Wiederspiel wird 2003 Leiter von Filmfest Hamburg. Seitdem wird das Angebot des internationalen Films stetig erweitert. Zu seinem 20. Geburtstag im Jahr 2012 präsentierte Filmfest Hamburg 148 Filme aus 44 Ländern in sieben verschiedenen Kinos und begeisterte rund 40 000 Zuschauer. Auch zu seiner 21. Ausgabe werden 2013 wieder viele großartige nationale und internationale Filme im Programm erwartet.

Bilanz und Lagebericht 2011

Bilanz (PDF)
Lagebericht (PDF)